Weichen für die Zukunft

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Nette Worte für den Frauenchor Cantabile: NRW-Chorverbandspräsident Hermann Otto.

LÜDENSCHEID - Ihren 40. Geburtstag feiert in diesem Jahr die Sängerjugend NRW. Grund genug für ein großes Geburtstagsfest, das am 29. Juni in Dortmund gefeiert wird. „Mit Dieter Falk zum Beispiel und der Gruppe Wireless aus Bochum“, freut sich Thorsten Potthoff, Vorsitzender der Sängerjugend, schon jetzt auf das Fest. Gemeinsam mit der Moderatorin Miriam te Laak und seinem Stellvertreter Dr. Peter Sölken stellte Potthoff den Jubiläumstag dem Chorverband Nordrhein-Westfalen vor, der sich zu seiner Beiratssitzung in Lüdenscheid traf.

Im Hotel Mercure tagte das Gremium über zwei Tage. Auftakt war ein Empfang bei Bürgermeister Dieter Dzewas – wir berichteten. Gleichzeitig fand die Jugendausschusstagung ebenfalls im Mercure statt. Die Sängerjugend ist ein Zusammenschluss von 300 Kinder- und Jugendchören mit 10 000 aktiven und passiven Kindern. „Wir haben dann die Türen geöffnet und gemeinsam getagt. Sowas hat’s noch nie gegeben“, so Potthoff rückblickend auf die Sitzung, die immer mal wieder von Gesangsbeiträgen unterbrochen wurde. Der Bergstadtchor und das LMQ trugen Lieder vor, ebenso die singenden Damen von Cantabile und der Lüdenscheider Kinderchor.

3300 Chöre sind landesweit im Chorverband NRW organisiert mit rund 250 000 Mitgliedern. Auf der Tagesordnung standen für die Beiratssitzung wichtige Themen. So zum Beispiel der Blick auf die Verschlankung, denn auch hier macht der allgemeine Sparzwang in absehbarer Zeit ein Umdenken notwendig und stellt den organisatorischen Wandel in Aussicht. Auch neue Wege gelte es zu gehen und die musikalische Ebene in Medien wie „Facebook“ oder „Youtube“ zu etablieren. Ebenfalls auf dem Tagungsprogramm: Das Projekt „Toni“ als frühmusikalische Ausbildung. Darüber hielt Ludwig Burandt ein Referat. Auch über das „Bündnis für Singen“, eine Initiative des Deutschen Chorverbandes, die das öffentliche Singen fördern soll, wurde diskutiert. Mehrere Partner sollen sich dabei zusammenschließen zu einer Projektarbeit auf kurze, aber durchaus auch auf längere Dauer. Das Projekt wird öffentlich gefördert.

„Die Vertreter des Chorverbandes haben sich hier wohlgefühlt“, so Potthoff abschließend. Eingerahmt war die zweitägige Veranstaltung von einem kulturellen Programm. Während im Saal des Mercure die Köpfe rauchten, wurde den Begleitern der Märkische Kreis gezeigt. Sie lernten Lüdenscheid im Rahmen einer Stadtführung kennen und statteten der Haitzinger-Ausstellung in der Städtischen Galerie einen Besuch ab. Potthoff: „Insgesamt war’s eine gute Arbeitstagung. Wir haben die Weichen für die Zukunft gestellt.“"

- rudi

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