Noch 111 zu schützende Kulturgüter

Eines von 111 zu schützenden Kulturgütern ist laut städtischer Liste das einstige Bürgerhaus Augustastraße 1. Das 1887 erbaute Haus ist aber noch kein eingetragenes Denkmal.

LÜDENSCHEID ▪ Die Liste des zu schützenden Kulturgutes in Lüdenscheid ist lang. 111 Objekte stehen noch zur Überprüfung an. Danach entscheidet es sich, ob sie in die Denkmalliste eingetragen werden.

In den vergangenen drei Jahrzehnten haben die Experten des westfälischen Amtes für Denkmalpflege und die Untere Denkmalbehörde – sprich: das städtische Kulturamt – schon viele geschichtsträchtige Gebäude unter die Lupe genommen. „Es waren einmal 240“, weiß Jessica Struckmeier vom Kulturamt. Eine Kommission des Amtes für Denkmalpflege hatte das Verzeichnis damals erstellt. Gut die Hälfte ist also inzwischen abgearbeitet worden. Es galt und gilt zu überprüfen, ob an der Erhaltung und der Nutzung der Sachen, denn das sind Denkmäler, ein öffentliches Interesse besteht. Dies ist laut Paragraph 2 des nordrhein-westfälischen Denkmalschutzgesetzes so, wenn die Sachen bedeutend für die Geschichte der Menschen, für Städte und Siedlungen oder für die Entwicklung der Arbeits- und Produktionsverhältnisse sind; und dann, wenn für die Erhaltung und Nutzung künstlerische, wissenschaftliche, volkskundliche oder städtebauliche Gründe vorliegen. „Wir erhalten immer wieder Anfragen, ob ein Gebäude denkmalwürdig ist, zum Beispiel wenn beabsichtigt wird, es zu verkaufen“, sagt Jessica Struckmeier. Kontinuierlich werde die Liste nach Bedarf und personellen Möglichkeiten abgearbeitet. Unstrittige Unterschutzstellungen sollen künftig zum laufenden Geschäft der Verwaltung gehören, strittige im Kulturausschuss diskutiert werden.

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