Viele neue Parkplätze in der Stadt - hier wird noch in diesem Jahr gebaut

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Symbolfoto

Lüdenscheid – Das Kreishaus bekommt einen „kleinen Bruder“. Mit einem Gesamtvolumen von 11,5 Millionen Euro ist der geplante Erweiterungsbau der teuerste Neubau der öffentlichen Hand in Lüdenscheid in den nächsten Jahren. Im Budget ist auch der Bau einer Parkpalette enthalten.

Am Dienstag präsentierte Architekt Linus Wortmann im Bau- und Straßenausschuss des Kreistags erstmals Entwürfe. 

Die Lüdenscheider Nachrichten stellen sie vor. 

Was wird gebaut? 

Es handelt sich um eine zweiteilige Maßnahme. Zunächst wird auf den bestehenden Parkplatz an der Heedfelder Straße eine Parkpalette mit zusätzlich 80 Plätzen aufgesetzt. Dadurch erhöht sich die Kapazität an dieser Stelle auf 240 Stellplätze. Kostenpunkt: rund 1,7 Millionen Euro. 

Nach Fertigstellung der Parkpalette entsteht anschließend ein Verwaltungsneubau für etwa 9,8 Millionen Euro mit einer Gesamtfläche von 4600 Quadratmetern. Neben 2800 Quadratmetern für die Verwaltung sind 1220 Quadratmeter für eine Tiefgarage sowie 545 Quadratmeter für Technik-räume vorgesehen. 

Wo entsteht der Verwaltungsneubau? 

Der Erweiterungsbau schließt im Südwesten an das bestehende Kreishaus-Ensemble an. Dort befindet sich derzeit der Kreishaus-Parkplatz, der über die Straße „An den Tannen“ angefahren wird. Ein Teil der Parkplätze fällt nach Abschluss der Baumaßnahme weg. Im Neubau ist eine Tiefgarage mit 41 Stellplätzen für Mitarbeiter und Dienstfahrzeuge integriert. 

Wie sieht der Neubau aus? 

Erste Entwürfe zeigen eine Architektur, die sich optisch eng an das bestehende Kreishaus-Ensemble anlehnt. Aufgrund der Topographie des Untergrunds und einer Staffelung der einzelnen Gebäudeteile wirkt der Neubau auf Besucher dreigeschossig, auch wenn er in Hanglage teilweise sogar fünfgeschossig ist. 

Aus Kostengründen wird beim Neubau auf eine Natursteinfassade wie beim Altbau verzichtet. Architekt Linus Wortmann (KKW Architekten, Lüdenscheid) betonte, dass es sich bei den gezeigten technischen Zeichnungen um Entwürfe handele und die Planung noch nicht abgeschlossen sei. 

Wie soll der Neubau genutzt werden? 

Die politische Entscheidung für den Erweiterungsbau wurde im Juli 2018 mit fehlenden Raumkapazitäten begründet. Der Kreis hatte nicht nur zusätzliche Aufgaben zu übernehmen, sondern schaffte auch 117 zusätzliche Stellen. Das Kreishaus wurde zu klein. 

Das neue Verwaltungsgebäude wird vor allem für die Aufgaben und Angebote des Fachdienstes Aufenthaltsrecht und Integration ertüchtigt. Für die Betreuung von Ausländern und Asylsuchende werden dort einladende Wartebereiche sowie ein umfangreiches Sicherheitskonzept zum Schutz der Mitarbeiter integriert. 

Zudem entsteht im Obergeschoss ein neuer Plenarsaal mit einer Kapazität von 130 Personen, in dem künftig unter anderem die Kreistagssitzungen stattfinden. An den Plenarsaal schließt sich eine Dachterrasse an. 

Wie sieht der Zeitplan aus? 

Noch in diesem Jahr soll der Bau der Parkpalette beginnen. Für die Bauphase wurden durch den Kreis Parkplätze an der nahen Hohen Steinert angemietet. Auch der Bauantrag für den Erweiterungsbau soll noch in diesem Jahr gestellt werden. 

Nach Abschluss der Ausführungsplanung werden die Bauarbeiten zwischen Mai und Juli ausgeschrieben. Wenn die Parkpalette wie geplant im August 2020 fertiggestellt ist, beginnen die Baumaßnahmen für den Erweiterungsbau. Dieser soll Ende 2021 bezugsfertig sein.

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