Auch Weltmarktführer betroffen

Noble Geste: Großunternehmen im MK stockt Kurzarbeitergeld auf

+
Das Unternehmen Erco hat für seine Mitarbeiter in Lüdenscheid Kurzarbeit angemeldet. 

Lüdenscheid - Seit Anfang März wurde für 66.138 Arbeitnehmer im Märkischen Kreis Kurzarbeit angemeldet. Darunter sind auch Mitarbeiter des Leuchtenherstellers Erco. 

Nach dem Ende der Betriebsferien hat Erco Kurzarbeit für den überwiegenden Teil seiner 500 Mitarbeiter am Standort Lüdenscheid angemeldet – eine Maßnahme „im Sinne der ökonomischen Vernunft und der Vorsicht“, wie Marketingleiter David Kuntzsch erklärte. 

Grund ist die weltweit nachlassende Nachfrage nach Leuchtenprodukten, wie sie Erco seit Jahrzehnten entwickelt und herstellt. Die Produktion läuft dennoch eingeschränkt weiter. „Wir sind lieferfähig“, sieht Kuntzsch einen Wettbewerbsvorteil durch die hohe Wertschöpfungstiefe in Deutschland. Lagerbestände wurden aufgefüllt.

Erco stockt das Kurzarbeitergeld aus eigener Tasche auf 80 beziehungsweise 87 Prozent auf. Damit will das Unternehmen auch ein Zeichen an die Mitarbeiter senden: "Die Coronakrise ist irgendwann endlich, dann wollen wir möglichst leistungsfähig sein und möglichst  mit allen Mitarbeiter weitermachen", blickt Marketingleiter Kuntzsch voraus.

Tausende Betriebe im Märkischen Kreis

haben für ihre Mitarbeiter Kurzarbeit angemeldet

. Das normale Kurzarbeitergeld beträgt lediglich 60 beziehungsweise 67 Prozent (bei Kindern im Haushalt) des letzten Nettogehalts.

Alle Nachrichten rund um das Coronavirus aus dem Märkischen Kreis gibt es in unserem News-Ticker.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare