Niederländischer Trucker stirbt im Duschraum

LÜDENSCHEID ▪ Der einsame Tod eines niederländischen Lastwagenfahrers an der Autobahnraststätte Sauerland Ost hielt am Dienstagabend Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr in Atem. Sie fanden die Leiche des Mannes mehrere Stunden nach der Vermisstenmeldung in der von innen verschlossenen Fernfahrer-Dusche.

Der 42-jährige Lkw-Fahrer stammte aus dem grenznahen Ort Groesbeek westlich von Kleve und war auf der Sauerlandlinie in Richtung Ruhrgebiet unterwegs. Nach LN-Informationen hatte der Mann mit seinem Sattelschlepper am frühen Nachmittag die Raststätte angefahren, um Pause zu machen. Zwischen 15 und 16 Uhr hat er sich vom Toilettenmann der Tankstelle den Schlüssel für die Dusche aushändigen lassen und ein Pfand hinterlegt.

Niederländischer Lkw-Fahrer stirbt im Duschraum

Niederländischer Lkw-Fahrer stirbt im Duschraum

LÜDENSCHEID - Ein niederländischer Lastwagenfahrerr ist am Dienstagabend an der Autobahnraststätte Sauerland-Ost gestorben. Polizei und Feuerwehr fanden ihn in einer Duschkabine.

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Während der Lkw-Fahrer duschte, ging der Bedienstete offensichtlich seiner Arbeit nach und reinigte die Toiletten. Den Lkw-Fahrer hat er danach wohl nie wieder gesehen, war in der Raststätte zu ertfahren. Denn zum Schichtende gebe er den Schlüssel zwar regelmäßig dem Tankstellen-Personal, das in der Nacht für die Vergabe des Schlüssels zuständig ist. Am Dienstagabend allerdings stand der Raumreiniger mit leeren Händen vor der Kassiererin und sagte, der Holländer sei offensichtlich mit dem Schlüssel weggefahren und habe das Pfand zurückgelassen. Die Mitarbeiterin hatte zunächst keinen Zweifel an der Aussage der Toiletten-Mannes, der für eine externe Reinigungsfirma arbeitet.

Erst gegen 23.50 Uhr standen zwei Polizeibeamte im Kassenraum und erkundigten sich nach einem vermissten 42-Jährigen.

Dessen Ehefrau hatte zuvor den Spediteur angerufen, der per Satellitenortung schnell feststellte, dass der Truck seit den Nachmittagsstunden nicht bewegt worden war. Telefonisch war der Fahrer auch nicht zu erreichen.

Die Tür zur Dusche war verschlossen, der Toilettenmann nicht zu erreichen. Zufällig stand auf dem Rastplatz der Lieferwagen eines Handwerkers, der den Polizeibeamten eine Leiter lieh. Durch ein Fenster konnten die Beamten schließlich in den Duschraum sehen und fanden den Toten.

Für den Toilettenmann war der Fall nach Übergabe des Schlüssels offenbar erledigt. Die Kripo hat noch in der Nacht Ermittlungen aufgenommen. Wie Polizei-Sprecher Norbert Pusch auf LN-Anfrage bestätigte, schließen die Ermittler ein Fremdverschulden aus. Möglicherweise war der Mann krank. Der Raumreiniger wird aber wohl noch einige Fragen beantworten müssen.

omo/vdw

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