„Respekt vor der Kunst“

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Gruppenbild mit Edelstahlplastik: Das Neumann-Kunstwerk wurde offiziell von Vertretern der Galerie, des Zeppelingymnasiums, des ZGM, der Sportklinik und der Stadt übergeben.

Lüdenscheid - Was noch fehlt, ist ein visueller Hinweis mit erklärenden Worten. Ansonsten erstrahlt ein Kunstwerk K.T. Neumanns in alter Schönheit an neuer Stelle. „Bewegung und Konfrontation“, eine Skulptur aus Edelstahl, hängt im Treppenhaus des Zeppelingymnasiums.

Kurt Toni Neumann hat an vielen Stellen Lüdenscheids seine künstlerischen Spuren hinterlassen. Über seine vorübergehende Heimat Hagen verschlug es den deutschen Bildhauer 1945 in die Bergstadt. Der Brunnen auf dem Sternplatz und der Graf-Engelbert-Brunnen sind nur zwei seiner Kunstwerke im öffentlichen Raum. Im Alter zog er nach Berlin und starb dort 2012.

1966 erhielt er den Auftrag für die künstlerische Ausgestaltung der Sportklinik Hellersen, deren Vertreter zur offiziellen Übergabe der Edelstahlplastik kamen. „Bewegung und Konfrontation“ hing viele Jahre im ehemaligen Schwimmbad der Sportklinik. Entsprechende Altersspuren wies die Plastik auf. „Die Stadt erhielt von der Sportklinik das Angebot, mehrere Neumann-Arbeiten zu übernehmen. Nach lange Suche haben wir in Absprache mit dem Zeppelin-Gymnasium diesen Platz hier gefunden“, umriss Kulturmanager Stefan Frenz den Weg, den die Skulptur seit den Umbauplänen in der Sportklinik genommen hat. Restauriert und aufpoliert wurde sie mit finanzieller Unterstützung der Klinik.

Insofern galt der Dank der Stadt der Sportklinik, dem Zeppelin-Gymnasium und dem Zentralen Gebäudemanagement. „Wir zeigen mit der Installation der Neumann-Skulptur Respekt vor der Kunst. Vielleicht dauert das manchmal ein wenig, bis ein geeigneter Platz gefunden ist, aber wir suchen danach“, untermauerte auch Kulturdezernent Thomas Ruschin, dass die Stadt die Werke ihrer Künstler nicht „irgendwo im Magazin“ verschwinden lässt, sondern darüber nachdenkt, diese adäquat zu präsentieren.

Gedanken macht man sich auch um die anderen Neumann-Werke aus der Sportklinik, wobei es sich dabei um Uhren, Raumecken für Blumen oder auch Türdurchgänge handelt, deren Platzierung an anderer Stelle weitaus schwieriger ist als die Montage der Skulptur „Bewegung und Konfrontation“

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