Am Neujahrstag künftig keine Busse mehr?

Samstags keine S1 mehr, und an 2. Weihnachtstag sowie Neujahr bleiben die Busse im Depot: So sehen Pläne für Sparmaßnahmen aus, die die MVG auf Druck des Kreises erstellt hat.

LÜDENSCHEID - Die MVG muss sparen: Anfang 2010 hatte der Kreiskämmerer erklärt, ihr Defizit 2011 müsse sich um 400 000 Euro vermindern. Daraufhin sah man sich mögliche Doppelrouten an und befragte das Fahrpersonal nach der Auslastung einzelner Linien. Heraus kamen Vorschläge, die im jüngsten Kreisausschuss heiß debattiert wurden. Lüdenscheid wäre von vier geplanten Neuerungen direkt betroffen.

▪ Wegen der geringen Fahrgastzahlen nennt die MVG samstags die Aufgabe der Schnellbuslinie S 1 zum Fahrplanwechsel im Februar als Möglichkeit. Fahrgäste, die sonnabends von Lüdenscheid über Altena nach Iserlohn wollen, müssten dann auf die Stadtlinien 37 und 1 ausweichen, mit Umstieg in Letmathe. Die Fahrt würde statt heute 49 dann 87 Minuten dauern. Auch die S 3 von Menden nach Iserlohn steht samstags ganz zur Disposition, unter der Woche soll hier das Angebot gekürzt werden. Allerdings wäre ein Ausweichen auf die Linie 1 möglich.

▪ Die zweite Sparmaßnahme, die Lüdenscheid ebenfalls treffen könnte, wäre die Einstellung der Linie 57 Schalksmühle-Strücken-Brügge im Abschnitt Strücken-Brügge. Hier wäre der Ortsteil Strücken von Brügge aus nur noch mit dem Zug bis Schalksmühle und dann per Bus in Gegenrichtung bis Strücken erreichbar. Der Schülerverkehr wird aber wie überall beibehalten. Überlegt wird weiter die Einstellung der Linie 97 des Meinerzhagener Stadtverkehrs – bis auf die Beibehaltung einzelner Fahrten in das Gewerbegebiet Schwenke. Hier bestünde die Ausweichmöglichkeit auf die Regionallinie R 61 der Verkehrsbetriebe Westfalen-Süd.

▪ Überprüft wird drittens die Einstellung des gesamten MVG-Verkehrs am 1. Weihnachtstag 2011 sowie an Neujahr – das würde auch in Lüdenscheid gelten.

▪ Schließlich könnte die MVG pro Fahrtag 20 000 Euro sparen, wenn die drei beweglichen Ferientage der Schulen ab Mitte 2011 vereinheitlicht würden. Die Busse fahren dann nach Ferienplan.

Diese Maßnahmen brächten der MVG 300 000 Euro, die fehlenden 100 000 müsste sie intern aufbringen.

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