Neujahrsempfang der Stadt mit 800 Gästen

Der Musikschul-Nachwuchs sorgte für musikalische Begleitung und erhielt dafür ein kleines Dankeschön des Bürgermeisters.

LÜDENSCHEID ▪ Der Neujahrsempfang der Stadt war ein voller Erfolg: Über 800 Teilnehmer kamen am Sonntag ins Bürgerforum und erlebten ein Programm aus Musik, Ehrungen und der traditionellen Rede des Bürgermeisters.

Trotz des Optimismus‘ für das gerade angebrochene Jahr: „Die Situation des städtischen Haushalts bleibt weiterhin katastrophal“, sagte Bürgermeister Dieter Dzewas in seiner Neujahrsansprache. Daher seien der Rat und die Verwaltung fest entschlossen, die Sparbemühungen noch weiter zu verstärken, um ein genehmigungsfähiges Haushaltssicherungskonzept auf die Beine zu stellen.

„Daher ist das bürgerschaftliche Engagement in finanziell schwierigen Zeiten wichtiger als je zuvor“, so das Stadtoberhaupt. In diesem Sinne stehen die Verdienste der Bürgerinnen und Bürger stets im Mittelpunkt des Neujahrsempfangs. Diesmal ehrte die Stadt mit Ina Freyaldenhoven, Ursula Meyer und Christiane Penzkofer den Förderverein der Jugendfeuerwehr. Er wurde vor knapp zehn Jahren mit dem Ziel gegründet, den Nachwuchs in allen Belangen zu unterstützen. Alle Geehrten sind seit Bestehen des Vereins mit dabei und erhielten für ihren besonderen Einsatz die Ehrennadel der Stadt. Neben der Ehrennadel hatte Wolfgang Struwe von den Stadtwerken noch einen Spendenscheck im Gepäck. Der Vorsitzende des Fördervereins, Willi Denecke, wurde hingegen nicht ausgezeichnet. „Das hat einen ganz einfachen Grund: Er hat die Ehrennadel bereits im September 2010 erhalten, und zwar auch für seine Verdienste rund um die Jugendfeuerwehr“, so Bürgermeister Dzewas. Willi Denecke wies in einer kurzen Rede darauf hin, dass der überall zu beobachtende Fachkräftemangel auch vor der Feuerwehr nicht Halt mache. Daher sei die Nachwuchsförderung das beste Mittel gegen diese personellen Probleme.

Zurzeit hat die Jugendfeuerwehr 35 Mitglieder, darunter auch fünf Mädchen zwischen 10 und 17 Jahren. Musikalisch begleitet vom Spielmannszug der Feuerwehr, zog der Nachwuchs in das Bürgerforum ein, um die Ehrung zu verfolgen.

Auch die Sternsinger hatten im Ablauf des Neujahrsempfangs ihren Platz. In diesem Jahr lautet das Motto des 54. Dreikönigssingens „Klopft an Türen, pocht auf Rechte“. Bei der zentralen Veranstaltung in Mainz hatten auch Jugendliche aus Lüdenscheid teilgenommen. „Mit ihrer Aktion machen die Sternsinger deutlich, dass die Rechte von Kindern überall in der Welt geachtet und von Erwachsenen und Politiker geschützt werden müssen“, unterstrich Dieter Dzewas und rief alle Gäste dazu auf doch reichlich zu spenden.

Für die musikalische Begleitung sorgte der Nachwuchs der Musikschule. Die 16-jährige Cathy Strehmel zeigte ihr Können an der Posaune und wurde von Monika Schulte-Huermann am neuen Flügel begleitet. Er steht seit Ende 2010 im Bürgerforum. „Der Verein der Freunde der Musikschule hat das Instrument mit finanzieller Unterstützung durch eine Spende der Sparkasse Lüdenscheid anschaffen können“, so Dzewas. Von der klanglichen Qualität erhielten die Teilnehmer des Neujahrsempfangs noch eine Kostprobe. Alessandro Pinto präsentierte ein Stück von Sergej Rachmaninow.

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