Neujahrsempfang im Rathaus

Die Sternsinger gehören seit Jahren ganz selbstverständlich zum Programm des Neujahrsempfangs. Zum 56. Mal findet die Aktion in diesem Jahr statt. Im Mittelpunkt steht diesmal Malawi.

LÜDENSCHEID - Schule hat begonnen, Betriebe und Verwaltungen laufen bereits annähernd unter Volllast. Doch für viele Lüdenscheider Bürger bildet der Neujahrsempfang der Stadt den eigentlichen Start ins neue Jahr. Im traditionell brechend gefüllten Ratshausfoyer dauerte der offizielle Teil Sonntagmittag ein wenig länger als in den vergangenen Jahren.

Denn zusätzlich zur Begrüßung durch Bürgermeister Dieter Dzewas und die Auszeichnung herausragender Bürger, die sich in der Stadt ehrenamtlich engagieren, stand diesmal ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung: Mit der ersten Vergabe des Famo-Förderpreises wurde der CVJM für sein anstehendes Baumcamp-Projekt bedacht.

Dzewas’ Willkommensgruß galt an erster Stelle natürlich den Hunderten Bürgerinnen und Bürgern, die zum festlichen Anlass gekommen waren, aber danach auch der politischen Prominenz aus Bund, Land und Kreis.

Lesen Sie zum Thema:

- Famo-Preis für CVJM-Baumhaus-Camp

- Ehrung für Förderverein des Johannes-Busch-Hauses

Die Bundestagsabgeordneten Petra Crone (SPD), Dr. Matthias Heider (CDU), die Landtagsabgeordneten Angela Freimuth (FDP) und Gordan Dudas (SPD) gehörten ebenso zu den Besuchern wie Landrat Thomas Gemke und Bürgermeister der benachbarten Städte und Gemeinden. Einen ausführlichen Gruß richtete er auch an die Sternsinger, die bei der 56. Aktion das afrikanische Malawi unterstützen und auch gestern fleißig sammelten.

Mehr Zuversicht als Sorge – so könnte man die Ausführungen des Bürgermeisters mit Blick aufs alte und nach vorn ins neue Jahr überschreiben. Eine stabile Arbeitsmarktlage und steigende Steuereinnahmen insbesondere bei der Lohnsteuer nannte Dzewas als positive Kennzahlen für das abgelaufene Jahr. Wichtiges Anliegen bleibe unverändert die Sicherung von Fachkräften – zentrales Thema des Regionale-Projekts der Denkfabrik, deren bauliche und inhaltliche Realisierung voranschreite.

Auf der anderen Seite ständen Lüdenscheider Unternehmen international unter erheblichem Wettbewerbsdruck, der sich auch bei großen Betrieben in Entlassungen und Umstrukturierungen niedergeschlagen habe. Doch für die Unternehmen der Region bestehe durchaus Anlass zu Selbstbewusstsein; mehr als 100 von ihnen zählten nach Einschätzungen der Kammern zu den „Hidden Champions“, den stillen Weltmarktführern.

Anlass zur Zuversicht gebe auch das Engagement privater Investoren. Zu erwähnen seien die Planungen des Kunststoff-Instituts (Polymer Training Center), die Hohfuhrterrassen auf dem Gelände der früheren Kinderklinik, das Schneckenhaus oder die Humboldt-Villa. Innerstädtisch bleibe es wünschenswert, VHS und Musikschule in der Nähe der Innenstadt zu halten. Die Perspektive dazu eröffne sich bekanntlich mit Städtebau-Fördermitteln für die Altstadt.

Die Ehrennadel der Stadt Lüdenscheid erhielten im feierlichen Rahmen des Empfangs Irmengard Kühnel, Marianne Scholz und Hans-Joachim Hansen. Seit vielen Jahren, Hansen sogar seit der Gründung 1988, sind sie für den Förderverein des Johannes-Busch-Hauses tätig. Im Kleinen Prinzen, in der Theaterwerkstatt in der Alten Schule und dem Reha-Bereich wird Inklusion gelebt. Eine entscheidende Rolle spielt dabei der Förderverein.

Neujahrsempfang

Die Möglichkeit zur Darstellung fand gestern aber auch der FAMO-Förderverein. Der von ihm vergebene Förderpreis würdigt ein nachhaltiges Projekt des CVJM-Kreisverbandes und ist mit 5000 Euro dotiert und in diesem Jahr zusätzlich mit einer Skulptur, die die Künstlerin Christiane Rücker eigens zu diesem Anlass geschaffen hat. Titel: „Mutter und Sohn“.

Johannes Seidel als Projektleiter, Christin Schuka, 1. Vorsitzende des Kreisverbandes, und Teamleiter Timo Kölker erläuterten auf der Bühne, wie man jungen Menschen Begriffe wie Nachhaltigkeit, Glaubwürdigkeit und Verantwortung nahe bringen will. Famo-Vorsitzender Willi Denecke und Hauptsponsor Alexander Kremer überreichten den Preis und warben darum, dem Verein beizutreten. 

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