Engagierte Kinderschützer mit Ehrennadel ausgezeichnet

Auch die Sternsinger waren Teil des Neujahrsempfangs der Stadt Lüdenscheid im Bürgerforum.

LÜDENSCHEID ▪ Die Verleihung der Ehrennadel markierte den Höhepunkt des Neujahrsempfangs der Stadt Lüdenscheid, der jetzt im Bürgerforum des Rathauses stattfand. Die Auszeichnung erhielten in diesem Jahr mit Antje Malycha, Marita Gerdes und Jürgen Sager drei Vertreter des Märkischen Kinderschutz-Zentrums.

Doch zunächst musste Bürgermeister Dieter Dzewas eine Menge Hände schütteln: Das Stadtoberhaupt ließ es sich nicht nehmen, jeden Gast am Eingang zum Bürgerforum persönlich zu begrüßen. Das Programm des städischen Neujahrsempfangs war prallgefüllt mit Musik, Gesprächen und einem ausführlichen Rückblick auf die politische und gesellschaftliche Entwicklung der Bergstadt.

Den musikalischen Rahmen bildeten die Geschwister Jessica (Saxophon) und Michael Michen (Klavier) von der Musikschule Lüdenscheid. Sie spielten das Stück „Street Tango“ von Astor Piazzolla. Traditionell hatten auch die Sternsinger einen promintenten Platz im Ablauf des Neujahrsempfangs. In diesem Jahr steht die Hilfsaktion unter dem Motto „Segen bringen, Segen sein. Für Gesundheit in Tansania und weltweit!“. Bürgermeister Dzewas erinnerte daran, dass rund die Hälfte der 44 Millionen Einwohner des Landes jünger als 15 Jahre sei; dem gegenüber stünden gerade einmal 100 ausgebildete Kinderärzte. „Die Hilfe wird also dringend benötigt“.

Auf den musikalischen und karitativen Einstieg folgte eine ausführliche Bestandsaufnahme des Bürgermeisters. Das vergangene Jahr habe vor allem im Zeichen der Sparbemühungen gestanden, um die Finanzlage der Stadt wieder auf eine solide Basis zu stellen. „Dies geht mit einer Vermehrung der Gewerbesteuereinnahmen, aber auch mit einer Ausgabenminderung im Etat einher“, so Dieter Dzewas. So werde in den kommenden Jahren das Personal im Rathaus um ein Drittel verkleinert. Um die Auswirkungen abzufedern, sei bürgerschaftliches Engagement gefragt: „Meine Damen und Herren, wer ist denn die Stadt, das sind doch Sie!“, sagte Dieter Dzewas an das Publikum gewandt. „Es gibt Menschen, die schreiben nicht nur Leserbriefe über wuchernde Brennnesseln, sondern greifen stattdessen zum Rasenmäher und machen den Grünstreifen von nebenan gleich mit“, setzte der Bürgermeister seinen eindringlichen Appell fort. Mit der Arbeit des Märkischen Kinderschutz-Zentrums wurde in diesem Jahr ein herausragendes Beispiel bürgerschaftlichen Engagements ausgezeichnet. Seit mehr als 20 Jahren berät die Einrichtung bei Anzeichen von Gewalt, Vernachlässigung oder sexuellem Missbrauch. Der Förderverein sammelt unaufhörlich Spenden und unterstützt jährlich mit 40 000 Euro eine Stelle am Kinderschutz-Zentrum. „Mit diesem herausragendem Engagement setzen sie sich völlig selbstlos für diese wichtige soziale Arbeit ein“, unterstrich Bürgermeister Dieter Dzewas in seiner Laudatio auf die Geehrten.

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