Lebensfreude beim Neugeborenenempfang

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Der vielseitige Vormittag im Bürgerforum geriet wieder zum Spaß für die ganze Familie.

LÜDENSCHEID - Eine Stadt, die nicht auf den Nachwuchs setzt, hat ihre Zukunft wohl verspielt. Da ist es nur logisch, dass auch Lüdenscheid junge Familien hofiert. So etwa mit einem inzwischen schon gewohnten Neugeborenenempfang. Der erlebte am Samstag seine elfte Auflage.

Erneut verwandelte sich das ansonsten etwas nüchterne Bürgerforum im Rathaus in einen Ort der Energie und Lebensfreude. Lachen, Geplauder und soziales Engagement prägten dabei die Szenerie. Mit rund 60 Babys war die junge Elternschar an diesem Vormittag angerückt – und es war auch diesmal wieder ein harmonisch-entspanntes Miteinander.

Dennoch – hinter aller ehrlicher Heiterkeit und Freude verbirgt sich eine Entwicklung von enormer gesellschaftlicher Tragweite. Denn wie etliche andere Kommunen kämpft auch Lüdenscheid bekanntlich mit einem Bevölkerungsschwund, der sich künftig noch verstärken könnte. Und ähnlich wie in anderen Kommunen stemmt man sich auch in der Bergstadt gegen den Abwärtstrend.

Eine Strategie in diesem Zusammenhang: Junge Familien sollen möglichst dauerhaft am Ort gehalten werden. Das wiederum setzt entsprechende soziale Angebote voraus. Verstecken muss sich Lüdenscheid im Wettbewerb um Einwohner aber wohl nicht. Das jedenfalls war der Tenor der kurzen Begrüßungsansprache von Bürgermeister Dieter Dzewas beim Neugeborenenempfang.

Dabei erinnerte Dzewas speziell auch an die Bereiche Tagespflege und U3-Betreuung, in denen die Stadt gut aufgestellt sei. Verschiedene Institutionen und soziale Einrichtungen zeigten am Samstag im Bürgerforum mit Info-Offensiven Flagge. So etwa die Arbeiterwohlfahrt, der Verein „Tages- und Pflegeeltern“, das Klinikum Lüdenscheid und die Berglandklinik.

Mit von der Partie auch: das Jugendamt, der Kinderschutzbund, das SOS Kinderdorf, der Verein „donum vitae“ und die Märkischen Werkstätten. Sämtliche junge Familien durften sich übrigens über ein Foto-Shooting im Bürgerforum freuen. Für den charmanten Auftakt der Veranstaltung hatten die „Musikmäuse“ der städtischen Musikschule unter der Leitung von Astrid Höller-Hewitt gesorgt. Auch diesmal war der Neugeborenenempfang wieder maßgeblich vom „Lokalen Bündnis für Familien in Lüdenscheid“ und von der Gruppe „Familie intern“ organisiert worden.

Die nächste Begrüßung junger Bürger ist für den 11. November diesen Jahres geplant. - Sebastian Schmidt

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