Johanneswerk plant Fertigstellung 2021

Baulücke aus Ex-Sportplatz wird beseitigt - mit einem Wohnheim

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Auf dem Gelände des ehemaligen Jahnplatzes hat sich einiges getan. Nun wird auch die letzte Freifläche bebaut (links im Bild).

Lüdenscheid -  Es ist der letzte fehlende Baustein auf dem ehemaligen Jahnplatz unweit der Parkstraße: Das Evangelische Johanneswerk errichtet im westlichen Teil ein Wohnheim mit 24 Plätzen für Kinder und Jugendliche mit Behinderung. Die Pläne wurden dem Stadtrat am 30. September in nicht-öffentlicher Sitzung präsentiert.

Insgesamt hat die Investition nach Angaben des Bauherrn ein Gesamtvolumen von 3,4 Millionen Euro. Der Bauantrag wurde bereits Ende August bei der Stadt gestellt. Von der Genehmigung hängt der Baubeginn ab. „Angesichts der Marktsituation im Baugewerbe wollen wir so schnell wie möglich starten“, sagt eine Sprecherin. Immerhin hat das Johanneswerk schon die Fertigstellung terminiert: Ende 2021.

Auf dem rund 2150 Quadratmeter großen Grundstück ist ein dreigeschossiger Bau mit einem vorgezogenen Eingangs- und Bürobereich geplant. Neben den Wohnheimplätzen sind Zimmer und Büros für die Betreuer vorgesehen. Das Gebäude ist komplett barrierefrei. Zwölf der 24 Bewohnerzimmer werden zudem rollstuhlgerecht ausgebaut. Der Neubau wird dem Johannes-Busch-Wohnverbund zugeordnet. Das Bauwerk bekommt einen weißen Anstrich. In Anlehnung an das Corporate Design des Trägers wird der Eingangsbereich rot abgesetzt. Auch graue Elemente sollen sich wiederfinden, sagt Daniel Schuster, Leiter der Stabsabteilung Behindertenhilfe beim Evangelischen Johanneswerk.

Derzeit laufen noch – wie bei Bauprojekten in der Behindertenhilfe üblich – letzte Gespräche mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe über die Ausstattung des Wohnheims. Finanziert wird die Maßnahme zu einem Großteil aus Mitteln des Landschaftsverbands sowie der Stiftung Wohlfahrtspflege. Das Johanneswerk steuert einen Eigenanteil bei.

Jede Überschreitung des Budgets ginge zu Lasten des diakonischen Trägers, erklärt Schuster und machte deutlich, dass aus ökologischer und städtebaulicher Sicht wünschenswerte Ergänzungen wie eine Dachbegrünung dem eigenen Spardiktat unterliegen. Stattdessen ist für den Neubau ein einfaches Flachdach geplant. Wie berichtet, zieht die Stadt Lüdenscheid mit ihrem „Aktionsprogramm Klimaschutz“ in Erwägung, Bauherren mit einer Dach- und Fassadenbegrünungspflicht zu belegen. Ganz neu ist das Ansinnen des Evangelischen Johanneswerks nicht. Bereits zu Jahresbeginn 2014 war bei der Neuaufstellung des Bebauungsplans die Rede von einer Außenwohngruppe des Johannes-Busch-Hauses mit 24 Plätzen. Daneben wurde der Weg frei gemacht für einen Kindergarten und Wohnbebauung. Die Skate-Halle sollte in ihrer Funktion erhalten bleiben.

Nun geht es dort aber nicht weiter: Der Pachtvertrag für die Skatehalle endet am 31. Dezember 2019 und wird von Seiten des Betreibers nicht verlängert. Was mit dem maroden Gebäude danach passiert, ist unklar. Der Kindergarten „Regenbogen“ des Kinderschutzbundes sowie mehrere Wohnhäuser waren in der Zwischenzeit fertiggestellt worden. Der Bau des Behinderten-Wohnheims ließ bis zuletzt auf sich warten.

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