Die Eingangssituation soll freundlicher gestaltet werden

Neues Stadttor für die Altstadt - zwischen Reidemeister und Erotikland

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Abweisender Eindruck, Enge statt Großzügigkeit: Zwischen Laterne, Rondell und Hauswand quetschen sich zudem noch Fahrzeuge auf die Hochstraße.

Lüdenscheid – Es war von Anfang an ein Kritikpunkt am Bild der Altstadt, als der Ist-Zustand aufgenommen wurde: „Entreesituationen und Empfangsräume in der Altstadt (sind) nicht ablesbar bzw. nicht angemessen gestalterisch herausgearbeitet“ steht in der Analyse zum Integrierten Handlungskonzept Altstadt Lüdenscheid.

Heute, sechs Jahre und viele Planungsschritte später, steht die Altstadt-Umgestaltung vor der Feinplanung. Ein Thema dabei: Drei so genannte „Stadttore“ sollen entstehen, mit denen Landschaftsarchitekt Franz Reschke eben solche „Empfangsräume“ schaffen möchte. 

Die Bezeichnung Tor ist dabei etwas irreführend, denn es werden keine neuen Tore gemauert. Die Orte sollen durch farblich unterschiedliche Pflasterung definiert werden. Bei der Suche nach eingängigen Namen ist Reschke im Archiv fündig geworden. 

Dieser vorläufige Planausschnitt zeigt das „Altstadttor ‘Ungerporte’“ in der Oberstadt. Das „Tor“ wird sich allerdings nur als Pflasterung von der Umgebung abheben. Wichtig ist dem Planer, die Eingangssituation freundlicher zu gestalten. Daher sollen das Buswartehäuschen, Schilder und Pflanzrondell weichen.

Künftig soll es drei „Stadttore“ geben: die Ungerporte (Wilhelmstraße zwischen Reidemeister und Erotikland), die Üwerporte (zwischen Juwelier Hohage und First-Reisebüro) und „Zu den Feldmarken“ zwischen Parkpalette und Grabenstraße. Am Beispiel der Ungerporte vor der derzeit noch leer stehenden Traditionskneipe Reidemeister lassen sich die Vorstellungen des Planers mit dem Ist-Zustand gut vergleichen. 

Die Stadt betont, dass die Pläne noch nicht festgeschrieben seien, sondern lediglich den derzeitigen Stand dokumentierten. Das wird deutlich an der Bushaltestelle Wilhelmstraße: Wo die künftig sein wird, steht noch nicht fest. 

Ende Februar, Anfang März wolle man sich für die Jahresplanung mit der Stadt zusammensetzen, sagt MVG-Pressesprecher Jochen Sulies. „Wir halten die Haltestelle weiterhin für wichtig.“ Die MVG wolle „so nah wie möglich“ an der Wilhelmstraße bleiben. Ob allerdings ein Wartehäuschen an der Stelle sein müsse, könne man diskutieren. 

70er-Jahre-Flair atmet dieses Aufnahme aus der Oberstadt: Die schwarz-weißen Platten wurden verlegt, als aus der Wilhelmstraße 1969 eine Fußgängerzone wurde. Der Bereich vorm Reidemeister war damals noch nicht verbaut. Er soll nun wieder offen gestaltet werden.

In diesem Bereich hat sich im Laufe der Jahre zudem allerlei Stadtmöblierung angesammelt: Schilder, Laternen, ein Pflanzrondell, ein Baum, das Buswartehäuschen, ein Papierkorb. Der neue Plan ersetzt all das durch eine Pflaster-Intarsie aus Feinsandstein, durch die die Ungerporte sich vom Umgebungspflaster abheben soll. 

An der Reidemeister-Ecke sind ein Baum und ein Fahrradständer-Rondell eingezeichnet. Herausnehmbare Poller verhindern die ungehinderte Ein- und Ausfahrt. Nun geht es, Planungsschritt für Planungsschritt, um die Ausarbeitung der Details.

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