Neues Lichtkunstprojekt für Lüdenscheid und die Region 

Es werde Licht mit „5lights@“

Lichtrouten Lüdenscheid
+
Die Lichtrouten Lüdenscheid sollen Bestandteil des neuen Projekts werden.

Ein Stern für neues Licht in Südwestfalen: „5lights@“ nennt sich der Plan und ist ganz neu im Prozess der Regionale 2025. Unter der Leitung des Kulturbüros im Kreis Siegen-Wittgenstein schmieden Kulturakteure aus Südwestfalen gemeinsam Pläne für ein Lichtkunstfestival. Ganz vorn mit dabei ist die Lichtstadt Lüdenscheid. „Und dass sich Lüdenscheid da mit einbindet, finde ich prima“ sagt Susanne Thomas vom Servicebüro Kulturregion Südwestfalen mit Sitz in Altena.

Lüdenscheid - „5lights@“ also statt Lichtrouten? „Nein“, so Susanne Thomas über das Projekt, das noch in den Kinderschuhen steckt, „die Lichtrouten sollen möglicherweise ein Teil davon werden.“

Der Plan

Das Festival soll regelmäßig in allen fünf südwestfälischen Kreisen stattfinden und möglichst viele gesellschaftliche Gruppen und Themen aktiv einbeziehen. Das neue Kulturangebot soll den Menschen in der Region einen einfachen Zugang zu Kunst und Kultur ermöglichen, aber auch ein Anziehungspunkt für Tagesgäste und Kulturtouristen sein. „5lights@“ soll zu einem Meilenstein für die kulturelle Entwicklung und Außendarstellung der Region Südwestfalen werden. Das Potenzial für die Region hat der zuständige Ausschuss jetzt erkannt und das Projekt mit dem ersten Stern gekennzeichnet. Denn Lichtkunst finde an öffentlichen Plätzen statt und könne so auch ganz nebenbei im Alltag erlebt werden, heißt es seitens der Organisatoren: „Da verwandelt sich zum Beispiel das Rathaus, das Einkaufszentrum oder die Dorfkirche ganz plötzlich in ein Kunstwerk und erstrahlt in neuem Licht. Durch Workshops und weitere Mitmach-Angebote können Bürger in der ganzen Region selbst Teil des Festivals werden. Aber auch über die Grenzen Südwestfalens hinaus soll ,5lights@’ Strahlkraft entwickeln und Tagesgäste und Kulturtouristen ansprechen.“

Der erste Stern für die Absicht, der zweite für die Schärfung und der dritte für die Realisierung.

Susanne Thomas

„Der erste Stern für die Absicht, der zweite für die Schärfung und der dritte für die Realisierung“, erläutert Susanne Thomas das System. Für die Entwicklung der Festival-Idee hat sich bereits ein breites Netzwerk an Unterstützern in der gesamten Region gebildet, wobei sich der Märkische Kreis als Vertreter seiner Kommunen sieht. Wer sich mit Lüdenscheid und Lichtkunst beschäftigt, kommt weder an dem Lichtkünstler und Lichtrouten-Kurator Tom Groll, noch an André Westermann vom Lüdenscheider Stadtmarketing vorbei. Beide waren an der Idee von „5lights@“ beteiligt. Nachdem nun die Idee vorgestellt und mit dem ersten regionalen Stern ausgezeichnet ist, geht’s noch in diesem Jahr auf den Weg zum zweiten Stern: die Erarbeitung eines Konzeptes, auch mit der Frage, welche Künstler angesprochen werden können. „Vielleicht noch im Mai“, hofft Susanne Thomas auf eine rasche Umsetzung, damit der Weg für Stern Nummer drei frei wird – die konkrete Förderung in Form von Geld.

Die Regionale 2025

Die Regionale 2025 ist ein Strukturprogramm des Landes NRW. Südwestfalen hat sich erfolgreich beworben und wird nun bei Fördermitteln bevorzugt berücksichtigt. Im Rahmen der Regionale 2025 erhalten Projekte bis zu drei Sterne. Darüber beraten verschiedene Gremien. Der erste Stern wird für eine herausragende Idee vergeben, der zweite für ein tragfähiges Konzept. Beim dritten Stern sind Fördermittel sicher.

Der regionale Beirat spricht eine Empfehlung aus, ein politisch besetzter Ausschuss entscheidet über Stern oder Nicht-Stern. „Danach stellt sich dann die Frage, welche Fördertöpfe bereitstehen und welche Strategie für Mitteleinwerbung aufgenommen wird. Fördertöpfe haben ja meistens eine bestimmte Deadline. Wenn die Mittel gesichert sind, kann die Realisierung beginnen“, erläutert Susanne Thomas.

In der Natur gibt es zu viele Vorschriften

Dann stellen sich Fragen nach der Infrastruktur der verschiedenen Standorte: „Die Leute müssen sich frei bewegen können. Besser ist immer, solch ein Festival im urbanen Raum stattfinden zu lassen und nicht in der freien Natur. Da gibt es einfach zu viele Vorschriften. Das Ganze ist ein Riesen-Rad, das es zu drehen gilt. Die Arbeit, die dahinter steckt, sieht man oft nicht und auch nicht, wie viele Sitzungen und Gespräch im Vorfeld stattgefunden haben Aber dass sich die Leute finden, das schweißt zusammen und ist ein toller Schritt.“

Federführend mit an Bord ist der Siegerländer Veranstalter und Leiter des „Kultur!Büros“ im Kreis Siegen-Wittgenstein, Jens von Heyden: „5lights@ ist ein ambitioniertes Projekt - sowohl in politischer als auch in organisatorischer und finanzieller Hinsicht, aber auch mit viel Perspektive für die Zukunft.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare