Neues Ladenschlussgesetz: Bäcker und Floristen dürfen Sonntag verkaufen

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Goldbraun und knusprig liegen sie in der Auslage. Am Sonntag darf sich der Kunde auf frische Brötchen freuen.

LÜDENSCHEID - Frische Brötchen und eine duftende Blütenpracht auf dem Frühstückstisch waren in den vergangenen Jahren am Pfingstsonntag in Nordrhein-Westfalen undenkbar. Nun tritt nun das neue Ladenschlussgesetzt in Kraft, welches Bäckereien und Floristen die Möglichkeit eröffnet, am ersten von zwei Feiertagen zumindest für fünf Stunden ihre Waren zu verkaufen.

Am Pfingstsonntag darf es also frische Brötchen (und Blumen) vom Bäcker und nicht nur von der Tankstelle geben. Dies gilt auch für den ersten Weihnachtsfeiertag und den Ostersonntag. Diese Änderung wird vom Einzelhandel sehr positiv aufgenommen, fühlte sich dieser doch in den vergangenen Jahren gegenüber Tankstellen benachteiligt.

„Es ist vor allem ein Gewinn für die Kunden“, sagt Ulrike Morgenroth, Chefin der gleichnamigen Bäckerei. Für sie bedeutet die Gesetzesänderung vor allem, dass auf Wünsche der Bäckerinnung eingegangen wurde und dem Verbraucher die Chance gegeben wird, lokale Handwerksprodukte einzukaufen.

Auch aus wirtschaflicher Sicht sei die Änderung ein Gewinn, weil so langfristiger und effektiver geplant werden könne, so Morgenroth. Von der Neuregelung profitieren auch die Mitarbeiter, denn wenn am ersten statt am zweiten Feiertag geöffnet ist, können sich diese auf ein langes Wochenende freuen. Ähnlich sieht es auch das Team von Blumen Peine.

„Einzig die Kunden verwirrt die Änderung ein wenig“, sagt Inhaberin Silvia Peine. Am Sonntagmorgen dürften dann an auf vielen Tischen frische Brötchen und Blumen stehen. Bei Morgenroth wird den Mitarbeitern aber eine Pause gegönnt – hier bleiben die Öfen kalt.

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