Zwei Problemfelder

Neues Gesicht für „Knast“-Umfeld?

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Der „Knast“ strahlt Atmosphäre aus – nicht nur bei Dunkelheit. Über das Umfeld des Hauses wird aber diskutiert.

Lüdenscheid -  Trotz spürbaren Bemühens – es war nicht eben der Abend der klaren Erkenntnisse. Soll heißen: Wie das direkte Umfeld des Jugendtreffs „Knast“ am Buckesfeld künftig aussehen wird, ist weiter offen. Zwei Problemzonen haben Politiker und Anlieger auf dem Areal ausgemacht: eine baufällige Treppe und die Brachfläche direkt vor der historischen Alten Wache, in der sich das Jugendheim befindet. Gezielte Sanierungsmaßnahmen, so glauben Bürger vom Buckesfeld, könnten für eine deutliche Aufwertung der Szenerie sorgen.

Vor diesem Hintergrund hatten die Lüdenscheider SPD-Ratsvertreter Sebastian Wagemeyer und Ramona Ullrich jetzt zu einer Gesprächsrunde im Jugentreff geladen. Neben Politikern dabei mit am Tisch: die Eigentümer des Geländes, Abgesandte der Stadtverwaltung und der Awo sowie auch mehrere Jugendliche, die die Einrichtung regelmäßig nutzen.

Die Besitz- und Rechtsverhältnisse am „Knast“ stellen sich wie folgt dar: Eigentümer von Bauwerk und Grundstück ist das Lüdenscheider Wohnungsunternehmen Schwarz & Born, das den Komplex aber an die Stadt vermietet hat. Konkreter Mietpartner ist die Zentrale Gebäudewirtschaft der Stadt (ZGW). Als Trägerin des Jugendtreffs fungiert seit vorigem Jahr die Awo, die damit die Nachfolge des Internationalen Bundes angetreten hat.

Stichwort Treppe. Sie verbindet eigentlich das „Knast“-Areal mit der Buckesfelder Straße, ist wegen ihres maroden Zustandes derzeit aber mit Gittern abgesperrt. „Ein Schandfleck“, wie SPD-Akteur Michael Rolland findet. Ob die Treppe künftig benötigt wird, inwiefern der Denkmalschutz eine Rolle spielt und wie teuer eine Sanierung käme – all das steht allerdings noch in den Sternen.

Ebenso wie die Zukunft der Brachfläche vor dem „Knast“. Durch Unkraut-Wildwuchs wirkt sie leicht ungepflegt. Dass hier irgendwann Sitzgelegenheiten und eine Grillecke für die Jugendlichen entstehen könnten, ist aber zumindest im Gespräch.

Dumm nur: Eine Treppen- und Vorplatz-Aufhübschung kostet Geld. Und woher das kommen könnte, weiß aktuell niemand so recht. John-Paul Schwarz als Vertreter von Schwarz & Born mochte sich zwar nicht grundsätzlich gegen eine Sanierung stellen, sagte aber auch: „Wir sind ein Wirtschaftsunternehmen. Und im Moment werden wir dort nichts tun.“ Als anwesende Politiker diese Aussage als positives Signal interpretieren wollten, wurde Schwarz indes deutlicher: „Ohne Mieterhöhung wird es keine Investition ins Gelände geben.“

Eine Mietsteigerung blockte ZGW-Mann Ralf Ziomkowski aber gleich ab: „Das kann ich mir angesichts des Haushaltssicherungskonzepts der Stadt nicht vorstellen.“

Dennoch sollen die Gespräche zur „Knast“-Gestaltung weitergehen. Vielleicht auch im Zuge einer künftigen Buckesfelder Stadtteilkonferenz. So jedenfalls die Anregung von SPD- und Awo-Frau Karin Löhr.

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