Neues Famo-Projekt: Familienwald am Stilleking

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Willi Denecke, Graf Alhard von dem Bussche-Kessel, Alexander Kremer und Matthias Czech (von links) zeigen die Wiese zwischen den Ländereien von Schloss Neuenhof und dem Naturschutzgebiet Stilleking, auf der der Familienwald entstehen soll. ▪

LÜDENSCHEID ▪ Für jedes neugeborene Kind in Lüdenscheid innerhalb eines Jahres soll ein Baum gepflanzt werden: Mit dieser Idee aus dem Organisationsteam des Familienmonats Famo überraschte Willi Denecke am Donnerstagabend bei der Kick-Off-Veranstaltung im Bürgerforum des Rathauses.

Graf und Gräfin Alhard und Gevinon von dem Bussche-Kessel haben dafür ein 1,5 Hektar großes Grundstück zur Verfügung gestellt. Alexander Kremer als Inhaber des Gartencenters Kremer wurde als Sponsor gewonnen.

Famo-Organisator und -Fördervereinsvorsitzender Willi Denecke sagte bei der Vorab-Präsentation dieses weiteren großen Famo-Projektes er sei glücklich darüber, dass es gelungen ist, schnell und unkompliziert die möglichen Sponsoren an einen Tisch zu bekommen und sie für das Projekt zu begeistern. Sowohl Graf von dem Bussche-Kessel als auch Alexander Kremer waren bei der Präsentation Feuer und Flamme für den Familienwald.

Die Idee, die ursprünglich von Matthias Czech stammt, ist, die Familien aller Kinder die ab dem 29. September – also mit Beginn des Famo-Monats – innerhalb eines Jahres geboren werden, einzuladen, die Patenschaft für einen Baum im Familienwald zu übernehmen. Das Team aus Czech, Denecke, Kremer und von dem Bussche-Kessel entwickelte das Konzept dahingehend weiter, dass es passend zur Pflanzzeit etwa drei zentrale Baumpflanzaktionen geben soll, zu denen die Familien eingeladen werden.

Das Grundstück, das Alhard und Gevinon von dem Bussche-Kessel ausgesucht haben, liegt am Rande des Besitzes von Schloss Neuenhof und grenzt unmittelbar an das Naturschutzgebiet Stilleking an.

Sowohl Kremer als auch das Ehepaar von dem Bussche-Kessel zeigten sich von der Möglichkeit begeistert, mit dem Familienwald Kinder und ihre Eltern für die Natur zu begeistern. „Ein Baum braucht Zeit, um sich zu entwickeln, genau wie Kinder“, sagte Kremer. Er wolle gerne einen Beitrag leisten, gegen die „Entnaturisierung“ von Kindern beizutragen. Von dem Bussche-Kessel hält die Idee des Familienwaldes „für eine tolle Initiative“, und betont: „So etwas Großartiges darf man nicht an Bedenken scheitern lassen.“ Alle Beteiligten sehen eine Menge Potenzial für langfristige Aktionen und Veranstaltungen auf dem Gelände – von der Einrichtung eines naturnahen Lernortes bis hin zur möglichen Angliederung einer Familienwiese wie sie schon seit langem immer wieder im Gespräch ist. Willi Denecke will auf jeden Fall weitere Partner ins Boot zu holen.

Bei der Kick-Off-Veranstaltung gestern Abend im Bürgerforum warb Denecke erneut für die Famo-Idee und lud alle Anwesenden ein, Famo-Botschafter zu werden: „Wir wollen Sie begeistern von all dem, was in den letzten Monaten mit vielen wunderbaren Menschen entstanden ist und in phantastische Ideen umgesetzt wurde.“ Er formulierte ein klares Ziel, über den Oktober hinaus: „Lüdenscheid soll mittelfristig das Prädikat ‚Stadt der Familie‘ erhalten.“ ▪ gör

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