Neues Domizil der Lüdenscheider Tafel

LÜDENSCHEID – Der Tafel haftet ja der Charme des Amateurhaften an.“ Auch mit solchen Einschätzungen wandte sich Ursula Schwarzkopf am Samstag bei der offiziellen Eröffnung des neuen Domizils der Lüdenscheider Tafel an die versammelte Gästeschar.

Und mit ihrer Wortwahl traf die örtliche Tafel-Vorsitzende wohl den Nagel auf den Kopf. Im positiven Sinne. Denn amateurhaft heißt ja auch: unentgeltlicher persönlicher Einsatz und soziales Denken jenseits allen Profitstrebens. So waren es dann auch keine rhetorisch geschliffenen Reden, die die Tafel-Akteure an diesem Tag an ihr Publikum richteten. Ihr Anliegen, das verriet jede Äußerung, ist vielmehr die Menschlichkeit. Und die braucht keine großen Worte.

Zur Erinnerung: Seit mittlerweile 13 Jahren verteilen die Bergstädter Tafel-Aktiven Lebensmittel an bedürftige Mitbürger – ein rein ehrenamtlicher Einsatz. Seit Anfang Januar nun verfügen die Helfer über einen neuen Sitz in den Räumen der alten Fabrik-Anlage der „Berg-Chemie“ an der Altenaer Straße 23 (wir berichteten). Die Bedingungen dort gelten als günstig. Der ebenerdige und leicht zu beliefernde Standort ist zentral gelegen und gewährt den Lebensmittel-Empfängern dennoch Schutz vor neugierigen Blicken. Anders als der frühere Standort an der Lösenbacher Straße. Die 235 Quadratmeter große Fläche bietet dazu genügend Möglichkeiten zur Lagerung von Vorräten.

Eine Gruppe von Tafel-Männern im Rentenalter hatte die umfangreiche bauliche Gestaltung der Räume in Eigenregie geleistet – natürlich ehrenamtlich. Die Stadt Lüdenscheid hilft künftig bei der Mietzahlung.

Am Samstag nun konnten Politiker, Tafel-Sponsoren und interessierte Bürger den neuen Standort in Augenschein nehmen. Bei der offiziellen Einweihung der Räume nebst Info-Tag prasselte erwartungsgemäß viel Lob auf die Tafel-Akteure. Für ihr stetes soziales Engagement sowieso, aber auch wegen der Energieleistung beim Standortwechsel.

Vize-Bürgermeisterin Ursula Meyer in ihrem Grußwort: „Ihr Einsatz ist unglaublich wichtig für die Allgemeinheit.“ Und FDP-Landtagsfrau Angela Freimuth ergänzte: „Was Sie machen, ist einfach superklasse.“

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