Tierschutzverein: Manfred Hardy verabschiedet sich

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Manfred Hardy tritt als Vorsitzender zurück.

Lüdenscheid - Seit drei Jahren will Manfred Hardy als Vorsitzender des Tierschutzvereins Lüdenscheid und Umgebung zurücktreten. Jetzt steht es fest: Mit Ende des Jahres ist seine Amtszeit vorbei.

15 Jahre lang kümmerte sich Hardy als Vorsitzender unter anderem darum, Geld für den Verein und das Tierheim Dornbusch zu sammeln. „Es war ein täglicher Kampf um das Überleben des Tierheims. Jetzt bin ich ausgebrannt“, sagt der 75-Jährige. Ärzte hätten ihm geraten, seinen Vorstandsposten aus gesundheitlichen Gründen abzugeben. Leicht fällt ihm der Abschied jedoch nicht. „Ich habe schon Angst davor, wie es wird, wenn ich aufhöre. 15 Jahre habe ich mich nur auf den Tierschutz konzentriert. Jetzt habe ich schon ein mulmiges Gefühl“, gibt Hardy mit leiser Stimme zu.

Schon immer hätten Tiere in seinem Leben eine wichtige Rolle gespielt. Mit viereinhalb Jahren kam er in ein katholisches Kloster. Dort kam er mit vielen Tieren der Landwirtschaft in Kontakt. Der deutsche Philosoph Arthur Schopenhauer hat einmal gesagt: „Jeder dumme Junge kann einen Käfer zertreten. Aber alle Professoren der Welt können keinen herstellen.“ Dieser Satz habe ihn geprägt, sagt Hardy. Für ihn sind Tiere schützenswerte Lebewesen. Während seiner 15-jährigen Amtszeit habe er viel Dankbarkeit hilfsbedürftiger Vierbeiner erfahren. Und er habe erlebt, wie Menschen sich für Tiere einsetzen. So würde er nie vergessen, wie eine krebskranke Frau vor ihrem Tod 60 000 D-Mark für das Tierheim gespendet hat. Es habe viele bewegende Momente gegeben.

Die wünscht er auch seinem Nachfolger Thomas Höllmann, der ab dem 1. Januar kommissarischer Vorsitzender ist. Bei der Jahresversammlung im April stellt er sich dann zu Wahl. - jape

  ‘ Schalksmühle

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