Neuer THW-„Löwe“: Tag der offenen Tür am Samstag

Hat schon auf seiner Jungfernfahrt nach Lüdenscheid den ersten Einsatz mit Bravour bestanden: der neue THW-“Löwe“.

Lüdenscheid - Am Samstag stehen alle Türen offen beim THW an der Wefelshohler Straße – von den Autos bis hinauf zum Dachboden. Den hat die Jugend in Eigenleistung ausgebaut, was ihr nicht nur neue Umkleiden, sondern auch einen eigenen Aufenthaltsraum mit Billardtisch und Kicker bescherte.

Auch mit solchen Angeboten will das Technische Hilfswerk künftig punkten im Wettbewerb um den Nachwuchs. Der Tag beginnt um 11 Uhr mit einem Empfang und Ehrengästen wie der stellvertretenden Landrätin und Bürgermeister Dieter Dzewas. Der Politik sei man zu Dank verpflichtet, insbesondere den heimischen Bundestagsabgeordneten, heißt es in der Einladung des THW. Denn parteiübergreifend hatten sich Petra Crone (SPD), Dr. Matthias Heider (CDU) und Johannes Vogel (FDP) vor und hinter den Kulissen für eine bessere technische Ausstattung des THW eingesetzt. In der „Kyrill“-Sturmnacht habe sich herausgestellt, daran erinnert Ortsbeauftragter Klaus Cordt, „dass die Ausstattung des THW insgesamt zu alt ist und daher bei voller Belastung kollabierte“. Deshalb stehen morgen auch die Autotüren des neuen Prachtstücks offen, dass die Ehrenamtlichen mit den Worten präsentieren: „Es ist so weit. Wir lassen den neuen Löwen aus dem Stall.“ Der „Löwe“ ist ein MAN MZKW (Mehrzweckkraftwagen) mit 290 PS und 18 Tonnen Gesamtgewicht, so groß, „dass er noch nicht einmal in die Garage passt“.

All das gebe es morgen kostenlos zu sehen, heißt es: Die Schau der Fahrzeuge, die Besichtigung der Unterkunft und viele Dieselgespräche. Getränke, Grillwurst, Fritten, Kaffee und Kuchen kosten allerdings etwas. Wer darüber hinaus den Förderverein unterstützen möchte, könne das gerne tun, heißt es, zumal die Kasse durch den Ausbau arg strapaziert worden ist. Ansprechpartner ist Klaus Cordt, Tel.  02 35 1/ 94 44 21, E-Mail: Klaus.Cordt@thw-luedenscheid.de.

Auch dank der Initiative von Bürgermeister Dieter Dzewas habe sich nach Kyrill die technische Ausstattung der Helfer deutlich verbessert, heißt es. „Nunmehr ist vieles neu. Die Funktionalität ist gewährleistet und die Motivation der Helfer ist gestiegen“, freuen sich die THWler: „Wer will schon mit dem Lkw fahren, den schon Großvater und Vater gefahren haben?“

Ihren Enkeln können die Ehrenamtlichen hingegen noch die Geschichte erzählen, die sich schon um den neuen „Löwen“ rankt. Nachdem „der alte Löwe“ entkräftet zusammengebrochen war und damit auf einen Schlag 30 Prozent der Einsatzkraft des Ortsverbandes, freute man sich, als ausgerechnet für den Tag der Weihnachtsfeier das neue Fahrzeug angekündigt wurde. Drei Mann wussten davon und behandelten die Info als „geheime Kommandosache“, um den Rest zu überraschen. Am Vorabend der Abholung von MAN in Wittlich tobte in der Eifel ein Schneesturm. Das hätte den Einsatz eines allradgetriebenen Großfahrzeuges erfordert „und das merkt die Mannschaft sofort“. Doch das Wetter beruhigte sich, das geheime Einsatzkommando fuhr mit dem Bulli in die Eifel, angeblich zu einer Tagung. Nach mehrstündiger Einweisung ging’s zurück. Beim Zwischenstopp auf dem Rastplatz wurde man von im Schnee liegen gebliebenen Brummifahrern freudig als lang erwartete Helfer begrüßt. Natürlich habe man keine Bürger in Not hilflos stehen lassen können: „Also vor die 40-Tonner gefahren- Schleppstange dran, Allrad ein, Sperren an, Kriechgetriebe an, Gas geben und knackend brechen die Eiskeile vor den Lkw.“ So wussten die Lüdenscheider Jungs, dass ihr „Löwe“ 40-Tonner auch ohne Ketten aus dem Tiefschnee zieht. Danach stand der großen Weihnachtsüberraschung nichts mehr im Weg.

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