Scholl-Förderverein: Verhandlungen „lang und zäh“

Projekt „Schulhofgestaltung“ am Scholl wird vorgestellt

Vom vorderen Schulhof blickt man Richtung Mensa (links). Rechts davon liegt der Umgestaltungsbereich.

Lüdenscheid - Am Dienstag wird im Schul- und Sportausschuss das Projekt „Schulhofgestaltung“ am Scholl vorgestellt. Aus Sicht der Stadt ist damit alles auf einem guten Weg. Doch die Erfahrungen der vergangenen Planungsjahre haben im Scholl-Förderverein für viel Frust und Zweifel gesorgt.

Dass nun tatsächlich der Umbau des hinteren Schulhofes in den Sommerferien erfolgen könnte, wagt Fördervereinsvorsitzende Michaela Hoffmeister kaum zu hoffen.

Bereits 2014, bei der Verleihung des Schulpreises ans Scholl, flossen 25.000 Euro Preisgeld in den Topf „Schulhofgestaltung“. Schon damals gab es Pläne, wie der hintere Teil, das Karree zwischen neuer Mensa und Scholl-Turnhalle, umgestaltet werden könnte. Wünsche von Sportlehrern seien in die Pläne eingeflossen, schildert Michaela Hoffmeister die Geschichte. 

Sechsstellige Summe vorhanden

Zwischendurch sei das Budget durch eine hohe private Spende und durch Projektgelder der Sparkassen-Bürgerstiftung nochmals erheblich aufgestockt worden. Auch das Zeppelin-Gymnasium habe seinen Anteil für die Schulhofgestaltung gegeben. Eine sechsstellige Summe ist auf diese Weise zusammengekommen.

Verschiedene Sportbereiche

In der Folge habe man auf eigene Kosten einen Planer engagiert, der das Areal mit einer Tartanbahn als Ersatz für eine dort einst angelegte Aschebahn überplant hat, mit Bereichen für Beach-Volleyball, Basket- und Handball sowie mit einer kleinen Kletterwand. Gerade unter dem Eindruck der Mensa-Verwüstung zum Jahreswechsel halte man es zudem für erforderlich, den dann neu gestalteten Bereich abzuzäunen – „der nächste große Streitpunkt“, formuliert es Michaela Hoffmeister. 

"Zähe Verhandlungen"

„Okay, dann lassen wir es“ – so weit sei man im Förderverein zwischendurch gewesen. Entmutigt durch zu viele „Aber“, durch immer neue Bedenken, vermutete Kostensteigerungen und zusätzliche Aufgaben, die die Ehrenamtlichen übernehmen mussten. „Lange und zähe Verhandlungen“ seien es gewesen.

Aus Sicht der ZGW sei der Weg bereitet

Für Betriebsleiter Frank Kuschmirtz (Zentrale Gebäudewirtschaft) ist hingegen „das ganze Thema jetzt auf einem guten Weg“. „Das ist nun mal ein Bauvorhaben“, sagt er. „Von uns aus ist der Weg bereitet.“ Am 20. Oktober 2016 sei der Bauantrag eingereicht worden, einen Tag später habe er ihn unterschrieben. Vorher habe man die Probleme ausgeräumt, die im Genehmigungsverfahren nach Einschätzung der Stadt hätten auftreten können. Brandschutz, Fluchtwege – all das spiele eine Rolle. Sein Ansprechpartner sei immer die Schulleitung einer Schule, nicht der Förderverein, betont er aber auch. Und: „Ich gehe davon aus, dass man das Thema entsprechend kommuniziert hat.“

Zuschuss von der Stadt

Wert legt er auch auf die Feststellung, dass die Schulhofumgestaltung kein Bauvorhaben der ZGW sei. Allerdings könne aus formalen Gründen weder Schule noch Förderverein der Bauherr sein. Diesbezüglich werde man „Hilfestellung leisten, wenn uns die Dinge zugeliefert werden“. Was Ausführung, Bauleitung oder Budgetüberwachung angehe – das liege dann bei der Schule beziehungsweise dem Ingenieurbüro. Zudem gebe es etwas Geld im niedrigen fünfstelligen Bereich auch von der Stadt. Angesichts dieser Vorbereitung und des Erreichten steht für Frank Kuschmirtz fest: „Grund zur Unzufriedenheit gibt es nicht.“

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