Co-working-Angebot und Gastronomie

Lange Suche zu Ende: Das hat der neue Pächter in der Humboldt-Villa vor

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IT-Unternehmer Jens Braeuker (links) und Küchenchef Bastian Kassebaum ziehen das Tor vorm Parkplatz zurück – ein Handgriff mit Symbolcharakter. Ab Januar ist die neue Gastronomie Humboldt’s geöffnet, ab Februar folgt ein Co-working-Angebot.

Lüdenscheid - Die Suche hat sich über Monate hingezogen, jetzt ist sie zu Ende: Die Lüdenscheider Humboldt-Villa hat einen neuen Pächter. Das hat er vor.

Das Schild „Pächter gesucht“ kann weg: Der Lüdenscheider IT-Unternehmer Jens Braeuker wird in der Humboldt-Villa ein Co-working-Angebot einrichten – eine in größeren Städten bereits etablierte Idee, die Büros auf Zeit verfügbar macht. Zum Konzept gehört die Gastronomie, für die Koch Bastian Kassebaum verantwortlich zeichnet.

Ab Jahresbeginn geht’s los. „Wir haben richtig Lust darauf“, sagte Jens Braeuker am Donnerstag, nachdem die letzten Verträge unterzeichnet waren. Von der Idee bis zur Umsetzung sei nicht viel Zeit vergangen, erzählt er. Für die modernen und flexiblen Bürogemeinschaften, die in größeren Städten gut liefen, sieht er auch in Lüdenscheid einen Markt. "Dieser Markt muss allerdings geweckt werden“, ist er überzeugt: „Wir werden auf uns aufmerksam machen, das Thema muss in die Köpfe kommen.“ Und: „Co-working beginnt für mich schon bei Abiturienten oder Verbundstudenten oder auch beim Handwerker.“

Wichtiger Bestandteil des Konzepts ist die Gastronomie. Auch die geht neue Wege: Weg von der Villa, ‘rein ins Humboldt’s. Dort gibt es ab Januar einen Mittagstisch mit einfallsreichen Gerichten unter zehn Euro – inklusive vegetarischen, veganen und glutenfreien Varianten. Abends steht deutsche Küche mit französischen Einflüssen auf der Karte. Die Preise sollen zivil sein. Verantwortlich hier: Bastian Kassebaum (35), bereits mit Manfred Salzmann bei der Eröffnung dabei.

Dynamisches Duo: Die Gastronomie bleibt im modernen Anbau, die übrige Fläche wird zum Arbeiten und Kommunizieren genutzt.

Er kennt das Haus in- und auswendig. Ein halbes Jahr vor Schließung wechselte er die Stelle – und liebäugelte seitdem damit, dort eigenverantwortlich aktiv zu werden. Jetzt ist die dynamische Zusammenarbeit mit Jens Braeuker eine Art Co-working für sich. „Gastronomie alleine ist hier zum Scheitern verurteilt“, glaubt Braeuker. Nach und nach wird das ganze Haus genutzt. Die Service-Clubs möchte Braeuker gerne halten. Gespräche folgen.

„Elementar wichtig: Es wird keine Umbauarbeiten geben. Putzen – nutzen.“ Ebenso unkompliziert soll es für künftige Co-worker sein, ihre neue Bürogemeinschaft mit Leben zu füllen. Die Strukturen seien flexibel, skizziert Jens Braeuker sein Konzept. Ob kleine Büroflächen von 15 und 30 Quadratmetern, ob Seminarraum oder einzelner Schreibtisch – alles könne stunden- oder tageweise gemietet werden, aber auch langfristig samt Zugang jederzeit. Es werde kommunikative Bereiche im ehemaligen Weinhandel geben, lockere Veranstaltungen nach dem Arbeitstag, lebendigen Austausch oder ruhiges Arbeiten – je nach Bedarf.

Dem wird die Inneneinrichtung Rechnung tragen, wichtiger ist dem Technik-Experten jedoch die funktionierende IT – woanders sei es oft umgekehrt. Ab Sommer stehe zusätzlich das 2. Obergeschoss fürs Co-working zur Verfügung; entsprechend wird sich die Nutzung innerhalb des Hauses verlagern; die Gastronomie bleibt im modernen Glasanbau. Kaffee, Tee, Wasser und schnelles Internet sind für Büromieter inklusive. „Humboldt 4c“ nennt Braeuker sein Gesamtkonzept: co-working, community, conference, catering.

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