Sanierung und neue Module im nächsten Jahr / Kosten von 8,5 Millionen Euro

Neuer OP-Trakt im Klinikum Lüdenscheid

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Die Südseite des Haupthauses wird sich im kommenden Jahr verändern: Geplant ist der Anbau von vier Operationsmodulen und einer Raumeinheit (Kreis) an die vorhandene OP-Abteilung.

Lüdenscheid - Der Op-Trakt im Klinikum Lüdenscheid wird 2016 komplett saniert. Die Baumaßnahme erfolgt bei laufendem Betrieb. Statt bislang acht sollen in diesem Bereich künftig neun Säle zur Verfügung stehen. Dafür werden vier komplett fertige OP-Module an die vorhandene Abteilung angedockt. Gesamtkosten: Rund 8,5 Millionen Euro.

Der Trakt hat wie der gesamte Neubau inzwischen 30 Jahre „auf dem Buckel“, wie es gestern Klinikdirektor Prof. Dr. Dr. Thomas Uhlig formulierte. „Dabei ist derzeit noch alles tipptopp.“ Aber wie bei einem Auto, das in absehbarer Zeit Probleme mit dem Tüv bekomme, müsse auch das Klinikum rechtzeitig Vorsorge in eigener Sache treffen. Der Leiter der Anästhesie sorgt seit Monaten als Impulsgeber dafür, dass das Projekt in Hellersen ausreichend „beatmet“ wird. „Ich bin so was wie ein Kümmerer.“

Und als solcher ist er mit allen anfallenden Details vertraut. Seit Februar beschäftigt sich eine Projektgruppe mit der Maßnahme für die zentrale Operationseinheit. Das erarbeitete Konzept nutze in maximalem Umfang vorhandene Baubestände und minimiere dadurch den Neubaubedarf.

Mit Hilfe eines Fachplaners hat das Klinik-Team Sanierungsszenarien mit annähernd doppelt so hohen Kostenvolumen verworfen und eine dreistufige Alternative erarbeitet:

Der Terminplan sieht vor, dass im ersten Bauabschnitt zunächst drei OP-Säle und ein Umkleidebereich im Bestand saniert werden. Parallel erfolgt der Umbau von Schleuse und Nebenräumen. Der Teil soll Ende Mai abgeschlossen sein.

Im zweiten Schritt erfolgt die Sanierung eines weiteren OP-Saals und eines Umkleidebereichs. Daneben werden drei noch vorhandene Säle zurückgebaut und in Lagerflächen umgewandelt. Der Bau verschiedener Funktionsräume füllt diese Folge bis Ende September aus.

Im dritten Bauabschnitt werden schließlich die vier Operationsmodule sowie eine Büroeinheit an die Südseite des Haupthauses angebaut. Ende nächsten Jahres soll das Projekt vollständig betriebsbereit sein. Die Gesamtkosten beziffern die Märkischen Kliniken auf rund 8,5 Millionen Euro.

„Kein Hexenwerk“

„Einen längeren Zeitraum möchten wir den Menschen nicht zumuten“, unterstreicht Prof. Uhlig, der zugleich darauf hinweist, dass es keine Abstriche bei den OP-Kapazitäten geben wird. „Die Arbeits-und Betriebszeiten ändern sich nicht.“ Die Konzeption verfolge ein Ziel: „Wir wollen der Bevölkerung auch in den nächsten 30 Jahren optimale Bedingungen bieten.“

Das vorhandene Know-how im Hause schaffe zusammen mit der vergleichsweise kostengünstigen Modullösung eine machbare Investition. „In dieser Konstellation ist das kein Hexenwerk.“

Für die Geschäftsführung ist das der entscheidende Schlüssel: „Wir sind froh über so viel technische Kompetenz im Klinikum“, so Dr. Thorsten Kehe. Realisiert wird das Projekt ausschließlich über Kredite. „Die Finanzierungsgespräche laufen“, machte Dr. Günter Peters deutlich. Einzig das Unvorhersehbare schwebt als Unbekannte über dem Vorhaben. Prof. Uhlig: „Das ist unser größter Gegner.“

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