Ende Juni soll's los gehen

Neues Leben im einstigen Kino: Dieser Gastronom übernimmt das Alte Capitol

Neues Konzept, neue Gestaltung: Reinhold Zimmermann (links) mit dem künftigen Betreiber des Alten Capitols, Nihad Kumalic (Mitte), sowie Thomas Klasen.
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Neues Konzept, neue Gestaltung: Reinhold Zimmermann (links) mit dem künftigen Betreiber des Alten Capitols, Nihad Kumalic (Mitte), sowie Thomas Klasen.

Lüdenscheid - Neues Leben für ein altes Kino, das seit seiner Kochschul-Zeit als Gastronomiestandort etabliert ist: Nihad Kumalic will Ende des Monats sein Altes Capitol in der Oberstadt eröffnen.

Reinhold Zimmermann gefällt’s. Vor allem gefällt ihm, dass seine ehemalige Kochschule Capitol eine Zukunft hat. An der feilt der neue Betreiber Nihad Kumalic.

Der erfahrene Gastronom hat lange nach einem Objekt gesucht. Im neuen Alten Capitol, da ist er sicher, hat er ein vielfältiges Betätigungsfeld gefunden. Ende Juni möchte er eröffnen.

Der Betrieb soll künftig auf drei Säulen stehen: 1. Klassisches Barangebot mit Kleinigkeiten aus der Küche (vormittags und abends); 2. Veranstaltungsfläche (für Firmen, Familienfeiern oder auch Tastings); 3. Kochkurse zwischen Oktober und Dezember, „denn im Sommer geht keiner kochen“, glaubt er.

Das Kursprogramm soll zum einen mit eigens verpflichteten Themenköchen gestaltet werden. Zum anderen möchte er aber auch, salopp gesagt, „Schulklassen an Bolognesesauce heranführen“.

Das Konzept geht einher mit einer maßvollen Umgestaltung, die viel Platz schafft. Von den Arbeiten, der neuen farblichen Handschrift, zu der auch eine in italienischer Marmorino-Technik gestaltete Wand gehört, machte sich Reinhold Zimmermann vor ein paar Tagen selbst ein Bild.

Ihm war nach dem Aus der Kochschule daran gelegen, einen engagierten Gastronomen zu finden, der die Fläche mit neuem Leben füllt. Denn für die Oberstadt gilt es als wichtiges Zeichen, dass an dieser prominenten Stelle kein Leerstand herrscht.

Nihad Kumalic geht sogar einen Schritt weiter und sieht die Oberstadt auf bestem Wege, ein spannendes, betriebsames Gastroviertel zu werden: „Durch die Dichte an Läden können wir eine südländische Atmosphäre schaffen, wo der Kellner auch mal über die Straße geht.“

Dafür dürfte es künftig häufiger Gründe geben, denn Kumalic will keinen großen eigenen Küchenbetrieb unterhalten. Vielmehr sollen die Gäste die Möglichkeit haben, auf die Speisenangebote der Nachbarn zurückzugreifen. Erste Gespräche habe er geführt, sagt Kumalic. Die Kollegen seien nicht abgeneigt.

Das eigene kleine Speisenangebot soll bodenständig sein, mediterran, aber auch regional. Gute Tipps und tatkräftige Hilfe bei der Planung und Gestaltung des neuen Theken- und Gastbereichs hat Kumalic von einem langjährigen Freund und Kollegen bekommen: Thomas Klasen. Er, der sich 2014 mit Graf’s Galerie in der Gastroszene der Oberstadt zunächst zurückmeldete, schloss seinerzeit nach zwei Jahren wieder ab. Künftig wird er Anchorman hinter der neuen Bartheke.

Corona-Bedingungen hin, bevorstehender Innenstadtumbau her – das Hoffen auf Normalität, auf die neuen Möglichkeiten, die sich eröffnen, treibt Nihad Kumalic an. Schon hat er Ideen, den Scheiben im Eingangsbereich für das richtige Freiluftgefühl eine Schiebefunktion zu verpassen.

„Wir wollen Auftrittsmöglichkeiten für junge, unbekannte Künstler schaffen“, rundet der Lüdenscheider Gastronom sein Konzept ab. Wenn viel los sei in dem Viertel, werde zudem automatisch das Sicherheitsgefühl höher, ist er überzeugt. 

Dann wendet er sich wieder der zentralen Aufgabe der nächsten Tage zu: eine einladende Atmosphäre mit Lounge-Bereich, Thekenplätzen, Spiegeln und Blickachsen zu schaffen, „in der sich 17-Jährige und 70-Jährige wohlfühlen“. Sie sollen im Alten Capitol das Gefühl haben, „unter Freunden zu sein“.

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