Neuer Direktor der Klinik für Psychiatrie

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Begrüßten den neuen Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Dr. Ronald Bottlender (2.v.l): Detlef Seidel (l.), Aufsichtsratsvorsitzender der Märkischen Kliniken, und die beiden Geschäftsführer Dr. Bernhard Schwilk und Robert Schüwer (r.). ▪

LÜDENSCHEID ▪ Seinen Dienst hat er bereits aufgenommen, die erste Eingewöhnungszeit in Lüdenscheid schon hinter sich – am späten Nachmittag wurde Privatdozent Dr. Ronald Bottlender als neuer Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Klinikum Lüdenscheid offiziell vorgestellt – und zwar im Rahmen einer Sitzung des Aufsichtsrates.

Bottlender tritt damit die Nachfolge von Dr. Rosenthal an, der im vergangenen Jahr in den Ruhestand verabschiedet worden war.

Dr. Bottlender studierte Medizin und Psychologie an der Universität des Saarlandes. Nach dem Staatsexamen in Medizin folgte 1994 die Promotion und ein Jahr später die Vollapprobation. Seine fachärztliche Ausbildung absolvierte er an der Psychiatrischen Klinik der Ludwig-Maximilians-Universität in München (LMU). Bis zum Jahr 2000 arbeitete der heute 45-Jährige dort als wissenschaftlicher Assistent. Ein Jahr später übernahm Bottlender, der mittlerweile seine Facharztausbildung beendet hatte, an der LMU den Aufbau und die Leitung einer der ersten Ambulanzen für Früherkennung und Frühintervention psychotischer Krisen in Bayern. Ab 2002 war er als Oberarzt der Psychiatrischen Klinik der LMU und Leiter der dortigen Tagesklinik tätig.

Vor sieben Jahren zog es den zweifachen Familienvater dann als Chefarzt für Psychiatrie nach London, wo er mit seinen Teams sektorenübergreifend die allgemein-psychiatrische Grundversorgung für einen Einzugsbereich von etwa 60 000 Einwohnern sicherstellte. Beim East London NHS Foundation Trust war er für den Aufbau eines „Early Intervention Service“ zuständig und hatte die ärztliche Leitung von multiprofessionell zusammengesetzten klinischen Versorgungseinheiten inne.

Auf wissenschaftlichem Gebiet war Dr. Ronald Bottlender insbesondere auf den Gebieten der Verlaufs- und Outcome-Forschung, Versorgungsforschung und Präventiven Psychiatrie tätig. Ende 2004 schloss er sein Habilitationsverfahren ab, erhielt die Lehrberechtigung und wurde zum Privatdozenten ernannt.

Am Klinikum Lüdenscheid möchte Dr. Bottlender die bereits durch seinen Vorgänger und die Mitarbeiter etablierte und „qualitativ hochwertige“ psychiatrische Versorgung fortführen und weiterentwickeln, stärker mit anderen Versorgungseinrichtungen vernetzen und um neue Akzente bereichern.

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