VHS-Leiter Andreas Hostert geht in den Ruhestand

Neuer Chef für 7000 Schüler: Das ist der neue Mann an der Spitze

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Michael Tschöke wird neuer VHS-Leiter.

Lüdenscheid - Er übernimmt „eine der schönsten Aufgaben, die die Stadt zu vergeben hat“: Michael Tschöke wird neuer Leiter der mit rund 7000 Schülern im Jahr größten Schule der Stadt, der Volkshochschule.

Am Freitag stellten Bürgermeister Dieter Dzewas und Matthias Reuver (Fachbereichsleiter Jugend, Bildung, Sport) den Nachfolger von Andreas Hostert vor. Der ist seit 2005 VHS-Leiter und geht nun Mitte des Jahres in den Ruhestand.

Am 26. Juni sei Staffelübergabe, hieß es gestern. Bis dahin wird die VHS aus ihrem Übergangsdomizil, der Albert-Schweitzer-Schule, noch nicht wieder zurückgezogen sein in die Innenstadt. Dort, in der Alten Rathausstraße, haben sich die Umbauarbeiten bekanntlich verzögert, weil die Stadt auch noch den digitalen Ausbau vorantreibt. Nun ist der Rückzug für Januar 2021 geplant.

Auch das fällt also ins Aufgabengebiet des designierten Hostert-Nachfolgers. Michael Tschöke kennt die VHS seit Längerem intensiv. Der 47-jährige verheiratete Vater von zwei Kindern ist gebürtiger Lüdenscheider. Er hat Sonderpädagogik und Geschichte studiert, ist aber nicht in den Schulbetrieb eingestiegen, sondern hat sich im Bereich systemische Organisationsentwicklung weitergebildet und anschließend selbstständig gemacht.

Als externer Fachberater hat Michael Tschöke bereits die erste Zertifizierung der VHS begleitet. 2015 dann hat er sich als hauptamtlicher pädagogischer Mitarbeiter beworben und nun für die Hostert-Nachfolge, die rathausintern ausgeschrieben wurde. 

18 hauptamtliche Mitarbeiter, etwa 150 Kursleiter, rund 7000 unterschiedliche Teilnehmer, knapp 20 000 Unterrichtsstunden, mehr als 300 000 Kontakte – „das ist eine riesige Management-Aufgabe bei der Menge und Ausdifferenzierung des Angebots“, sagte Bürgermeister Dieter Dzewas.

Dazu gehört aktuell auch Krisenmanagement – die Reaktion auf Corona und die Folgen. „Wir haben“, sagt Andreas Hostert, „Absagen von Kooperationspartnern und Firmen.“ Kursleitungen wollten pausieren, mehr als 30 Veranstaltungen am Mittwoch und Donnerstag habe man absagen müssen. Man habe Referentenabsagen und die Angebote der Gesundheitsprävention eingeschränkt. Auch für die VHS gilt daher die Entscheidung zur Schulschließung – vom 18. März bis 18. April. „Wir werden Lösungen für die Schulabschlüsse finden“, sagte Hostert gestern. Auch das ist Thema einer städtischen Krisensitzung am Montag.

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