56 Fahrverbote wieder aufgehoben

Neuer Bußgeldkatalog ungültig: Raser im MK atmen auf - aber nicht alle

Von ungenauen Blitzern und gefälschten Knöllchen
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Einige Raser im MK können aufatmen.

Lüdenscheid - Raser, denen aufgrund der Regelungen im neuen Bußgeldkatalogs der Führerschein entzogen wurde, können aufatmen. Wie die Straßenverkehrsbehörde beim Märkischen Kreis am Montag auf Anfrage mitteilte, werden die ausgesprochenen Fahrverbote aufgehoben. Wer seinen Führerschein bereits abgegeben hatte, erhält ihn zurück.

Der neue Bußgeldkatalog wurde wegen eines Formfehlers für nichtig erklärt. Er sah unter anderem Fahrverbote für Autofahrer vor, die innerorts 21 km/h zu schnell waren. Insgesamt 56 Verkehrsteilnehmern aus dem Kreis wurde aufgrund der neuen Vorgaben der Führerschein entzogen. 28 davon hatten den Fahrlizenz bereits abgegeben.

„Alle Fälle werden automatisch und von Amts wegen an die Bezirksregierung Arnsberg gemeldet. Dort wird das Fahrverbot formal aufgehoben. Wir gehen davon aus, dass das noch innerhalb dieser Woche passiert. Kein Betroffener muss selbst aktiv werden“, sagte Kreissprecher Hendrik Klein am Montag. 

Das in der Öffentlichkeit vielfach genannte Gnadengesuch müsse keiner der 56 Betroffenen stellen. Wichtig dabei: Wer auch nach dem alten Katalog seinen Führerschein hätte abgeben müssen, zum Beispiel wegen Alkohol- oder Drogenfahrten, ist von der aktuellen Regelung nicht erfasst.

Mehr als 1 700 Tempo-Verstöße, die noch nicht rechtsgültig sind, werden derzeit durch die heimische Straßenverkehrsbehörde rückabgewickelt. Wer sein Knöllchen allerdings beglichen hat, bekommt laut Kreissprecher Klein kein Geld zurück

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