Neuer Abenteuerspielplatz bleibt in Ferien gesperrt

Der neue Spielplatz im Brighouse-Park soll erst im September eröffnet werden. Laut Stadtverwaltung fehlt noch die Bauabnahme, außerdem brauche der Rasen noch Zeit.

LÜDENSCHEID ▪ Fix und fertig sieht der neue Abenteuerspielplatz im Brighouse-Park aus – und noch haben Schulkinder zwei Wochen Ferien. Doch bis dahin bleibt das umzäunte Kletterparadies unerreichbar. Laut Stadtverwaltung sind Platz und Spielelemente baulich erst noch abzunehmen, und der ausgesäte Rasen grünt zwar prächtig, wurzelt aber noch nicht tief genug.

Vor allem ohne die Bauabnahme dürfe es keine Eröffnung des Platzes geben, sagte Stadt-Sprecher Wolfgang Löhn auf LN-Anfrage. „Denn daran hängt auch die Verkehrssicherungspflicht“ – also zum Beispiel die Frage, wer zur Verantwortung zu ziehen ist, falls sich ein Kind beim Klettern verletzt.

Auch wenn das Gras auf weiten Teilen des Platzes so hoch steht, dass man schon drübermähen müsste, hat es nach Auskunft von Hans Kreinberg (STL) noch nicht die erforderliche Trittfestigkeit. „Erst wenn die Rasenflächen im oberen Bereich belastbar sind, kann der Spielplatz eröffnet werden“, der im Moment komplett umzäunt ist. Im unteren Bereich, wo die Verbindung zur Hohfuhrstraße geschaffen wird, stehen die Absperrungen auch um das  zuletzt eingesäte Grün.

Ansonsten seien die Arbeiten „so gut wie abgeschlossen“, bestätigt Landschaftsbauer Jürgen Herßebroick, dessen Firma von den Wiesen über die Wege bis zu den Spielgeräten „eigentlich alles gemacht“ hat. Gegenüber den acht Kletterfelsen mit Seilspielgeräten warten auch traditionelle Spielgeräte wie Schaukel, Reck, Sandkasten und Wippgeräte – sehnsüchtig von Kindern beäugt. Kleinere ergänzende Maßnahmen bei Wegen, Bänken und Mülleimern stehen noch aus, weiß Thomas Meilwes von der Umweltabteilung der Stadt. Zudem seien Schilder anzuschrauben, auch kleinere Klettersteine sollen noch folgen.

Anfang September will Meilwes mit anderen Entscheidungsträgern dann den Stand der Dinge begutachten, um festzustellen, wann der Spielplatz – zumindest teilweise – eröffnet werden kann. Klar sei bislang nur, dass der Platz im Oktober und November mit Büschen und Sträuchern bepflanzt wird. Der Rasen sei bei der feuchtwarmen Witterung zwar gut gekeimt, aber im unteren Bereich seien noch Nachsaaten nötig. „Es hat Ausspülungen gegeben“, weiß Meilwes. Gerade die sturzbachartigen Regenfälle der letzten Tage und Nächte dürften an den zarten Pflänzchen weitere Schäden angerichtet haben.

Die Kosten für die Kunstfelsen, Spielgerät und Mobiliar ließen sich bereits abschätzen: „Für diese Haushaltsstelle liegen wir bei rund 123 000 Euro“, sagt Meilwes. Damit halte die Stadt den Kostenrahmen ein, „das ist eine Punktlandung“. Zur zweiten Kostenstelle, die unter anderem den Wegebau und Erdarbeiten umfasst, könne die Verwaltung noch keine Aussagen machen, da die Arbeiten noch nicht abgeschlossen sind. Thomas Meilwes geht aber davon aus, dass die finanziellen Vorgaben für den Spielplatz insgesamt eingehalten werden.

Der Spielplatz-Ausbau im Park erfolgte, nachdem der Bürgerentscheid im Mai 2010 das Mehrgenerationenprojekt am Jahnplatz verhindert hatte.

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