"20 000 Meilen unter dem Meer"

400 Gäste auf der Waldbühne

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Die Neue Volksbühne Köln zeigte auf der Waldbühne "20 000 Meilen unter dem Meer".

Lüdenscheid - Schon Freitagnachmittag war klar, dass es voll werden würde auf der Waldbühne. Kaiserwetter, ein fastausverkauftes Haus. Das Kölner Straßentheater hatte sich angesagt. Die Volksbühne gehört zu den Stammtheatern der Saison und musste so manches Jahr ins Kulturhaus ausweichen. „Das ist lange her, dass wir montags schon sagen konnten, dass wir freitags hier spielen“, so Reinhard Meyer vom Technik-Team des Kulturhauses.

„20 000 Meilen unter dem Meer“ hatten die Kölner diesmal im Gepäck, eine skurrile Mixtur aus der Romanvorlage von Jules Verne und Shakespeares „Der Sturm“. Das Ensemble des N.N.-Theaters, Irene Schwarz, Christine Per, Michl Thorbecke und Oliver Schnelker stieg schlag 20 Uhr ein in seine Mixtur aus Komik und Tragik auf dem Grund der Ozeane.

Im Mittelpunkt der Handlung: Die Verschmutzung der Meere. Bohrtürme, Walfänger als schwimmende Schlachtbänke, die Erfindung des Kunststoffes und die Unmengen an Plastiktüten in den Meer – und mittendrin der mysteriöse Aussteiger Nemo, der Schiffbrüchige rettet, um sie dann in seiner Nautilus gefangen zu halten. Die Bordkapelle wurde für das Öko-Märchen erweitert: Jazzerin Anne Hartkamp und Bernd Kaftan sorgten für den guten Ton.

Das Ensemble setzte bei seiner fantasievollen Reise auf die gewohnten Slapstick-Elemente, auf bunt geschminkte Gesichter und irgendwo auch auf ein bisschen „Nachdenken tut Jute“. Ob das Wort „Aluminiumminimumimmunität“ beim Scrabble gilt, konnte letztendlich nicht geklärt werden. Und die Gäste auf der Waldbühne spendeten in der hereinbrecheden Dunkelheit begeisterten Beifall. „20 000 Meilen unter dem Meer“ wird Samstagabend an gleicher Stelle im Stadtpark noch einmal gespielt. Es gibt noch Karten an der Abendkasse.

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