Neue Strom-Trasse: Stadt hat Schutzabstände im Blick

Die Strom-Trassen werden umgebaut, um leistungsfähiger zu werden.

LÜDENSCHEID ▪ Es wird noch einige Zeit ins Land gehen, bevor die neue Strom-Trasse zwischen Dortmund und Frankfurt konkret auch den Abschnitt Wettringhof streift.

Erst Ende 2014 rechnet der zuständige Dezernent der Bezirksregierung Arnsberg, Werner Isermann, im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens mit der Bearbeitung des 2. Bauabschnitts. Dazu gehört zunächst die Berücksichtigung von Anträgen und Stellungnahmen, bevor dann frühestens 2016 an den Bau zu denken ist. „Allein für den 1. Abschnitt von Dortmund-Kruckel bis Iserlohn-Ochsenkopf sind inzwischen rund 1200 Anträge und Stellungnahmen eingegangen, die bearbeitet werden müssen“, zeigt der Experte die Dimensionen auf. „Daran sieht man schon: Die Erneuerung einer 116 Kilometer langen Trasse, die bekanntlich für eine leistungsfähigere Überlandleitung sorgen soll, kann man nicht in einem Rutsch umsetzen.“

Wie berichtet, setzt der Netzbetreiber Amprion das Projekt um. Während Anwohner, die von dem 1. Abschnitt betroffen sind, bereits mit Besuchen von Amprion-Mitarbeitern rechnen müssen, die Grundstücke neu vermessen, gilt das für die Wettringhofer noch nicht. Ende September 2011 waren sie von der Stadt und Amprion-Vertretern informiert worden. Der Verlauf der Trasse und die Belastung durch Elektrosmog waren die Hauptkritikpunkte.

Martin Aßmann, im Fachbereich Stadtplanung für Flächennutzungspläne zuständig, erklärte auf LN-Anfrage, die Stadt habe bereits eine entsprechende Stellungnahme abgegeben: „Wesentlicher Punkt ist, bei der Maststandortplanung darauf zu achten, möglichst große Schutzabstände zu den in der Nähe liegenden Wohnungen zu gewährleisten.“ Unter anderen seien volkswirtschaftliche und ökologische Interessen abzugleichen. Klar sei, dass die Bürger immer informiert werden, wenn es neue Sachstände und Planungen gebe und selbstverständlich seien Amprion und Stadt in Kontakt miteinander.

Die neue Leitung soll den in den geplanten Windparks im Norden und den in neuen Kraftwerken im Ruhrgebiet gewonnenen Strom in den Süden transportieren.

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