Neue STL-Tests im Kampf gegen Unkraut

Mit Heißwasserschaum geht der STL unter anderem gegen Unkraut an Verkehrsinseln vor – auf dem Bild seift eine beauftragte Firma an der Einmündung Buckesfelder Straße/Mozartstraße die Fläche ein.

Lüdenscheid - Dr. med. Dirk Meinke traute seinen Augen nicht, als er aus der nephrologischen Gemeinschaftspraxis an der Buckesfelder Straße gleich gegenüber auf der Mozartstraße auf eine eingeseifte Verkehrsinsel blickte.

STL-Werkleiter Heino Lange sorgte auf LN-Anfrage für Aufklärung: „Das ist ein neues und umweltverträgliches Verfahren, mit dem Unkraut auf öffentlichen Flächen wie zum Beispiel Verkehrsinseln beseitigt werden soll.“ Bisher seien damit sehr gute Ergebnisse erzielt worden. Dabei werde nahezu 100 Grad heißes Wasser, das mit Pflanzenzucker versetzt ist, auf die Fläche gesprüht. Der entstehende Schaum versickere nicht sofort, sondern lege sich für circa eineinhalb Minuten um die Pflanze. Dabei werde die Zellstrukur und der obere Teil der Wurzel zerstört. Auch umliegende Samenkörner erwischt der Heißwasserschaum, so dass auch das Auskeimen nachhaltig verhindert werde. Diese Methode sei überall einsetzbar, wirke nachhaltig und sei umweltfreundlich. „Die Landwirtschaftskammer hat dafür grünes Licht und befürwortet das“, betont Heino Lange.

Dies sei aber nicht die einzige Variante, die derzeit im Kampf gegen das Unkraut eingesetzt werde. So gebe es zudem die Möglichkeit, das aufkeimende Unkraut mit lang anhaltender Hitze gezielt anzugehen, bis die Pflanze bis zum Wurzelwerk verdorre. Auch der Einsatz von heißem Wasser sei eine mögliche Methode.

„Wir testen derzeit alle drei Möglichkeiten, nicht nur auf Verkehrsinseln, sondern auch auf anderen Flächen, wie zum Beispiel zwischen Pflastersteinen in der Altstadt. Dann werten wir aus, welche Methode am effektivsten ist, am längsten nachwirkt und natürlich spielen auch die Kosten eine Rolle“, sagte Lange.

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