„Von Strahlen und Spiegeln“

Neue Phänomenta-Schau im Pendelturm soll begeistern

Der Blick hinauf zur Turmspitze gleicht einem Blick auf einen riesigen Diamanten: eine Attraktion der neuen Phänomenta.

LÜDENSCHEID ▪ Mit der Erweiterung der Phänomenta erhält Lüdenscheid 2014 einen Neubau und darauf einen Turm, der mit 75 Metern Höhe als Landmarke weithin sichtbar sein wird. Jetzt „steht“ der Plan für die Ausstellung, die Besucher drinnen begeistern soll.

Diese Schau muss so atemberaubend sein wie der Turm selbst, lautet das erklärte Ziel ihrer Macher. Phänomenta-Chef Johannes Pöpping, Technik-leiter Gert vom Schemm und der Denkfabrik-Projektbeauftragte André Westermann stellten jetzt die aktuellen Pläne vor.

Wer glaubt, dass ans heutige Science-Center nur der Turm-Anbau gesetzt wird. liegt falsch: Die gesamte Schau ist neu konzipiert, von den jetzigen 130 „Stationen zum Staunen“ dürfen nur 100 bleiben, dafür kommen 80 neu hinzu. „Und anders als heute wird sich alles auf nur zwei Etagen abspielen“, erklärte Pöpping – ein Kellerdasein für Stationen gebe es nicht mehr.

Im künftigen Haupteingang, der vom Bahnhof aus über eine neue Gleisbrücke erreichbar ist, können Besucher ins Technikzentrum gucken. Wo heute der dunkle „Saal des Lichts“ die Gäste fasziniert, sollen im Technikzentrum Kinder und junge Leute spielerisch mit Industrie-Automaten arbeiten. Dabei lernen sie, was Unternehmen der Region zu Weltmarktführern macht. Hinter dem Technikzentrum liegen Phänomenta-Räume, die über das Obergeschoss des Neubaus wie über eine Brücke erreichbar sein werden.

Unten betreten Besucher dem Plan nach aber zunächst die vergrößerte Caféteria. Im Luftraum darüber wartet die erste optische Täuschung: ein riesiges Mosaik, das sich beim Aufstieg auf wundersame Weise in eine Kugel verwandelt. Bevor man den runden Raum unter dem schwingenden Riesenpendel betritt, sind erste Mitmach-Stationen zu absolvieren. Sie gehören zu den Themengruppen (Clustern) „Hin und Her“ und „Bewegte Welt“. Zehn dieser Cluster verleihen der Ausstellung ihre neue Struktur.

Wer die ersten Stationen ausprobiert, lernt das Geheimnis des Foucault’schen Pendels kennen und verstehen, sagt Pöpping. Das geländebedingt fensterlose Rund im Erdgeschoss, von dem aus die Pendelkugel nur durch das Loch einer „Camera obscura“ zu erahnen ist, ist auch als Versammlungssaal zu nutzen. Die vom einer Turmkamera oben aufgenommenen Videosequenzen der Umgebung werden hier auf die runde Wand geworfen. So entsteht ein riesiges Panorama, das Lüdenscheid bei Tag und Nacht zeigt: Bis alle Wände rundherum bespielt sind, vergehen wegen der Lage Lüdenscheids auf dem Erdball nicht 24, sondern je 31 Stunden.

Oben wartet dann die leuchtende Pendelkugel, die Hauptattraktion der neuen Phänomena. Sie soll begleitet werden von Erklär-Stationen unter dem Titel „Von Strahlen und Spiegeln“.

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