Neue Parkpalette: Schnell, billig und funktional

LÜDENSCHEID ▪ „Gut’ Ding will Weile haben.“ Getreu diesem Sprichwort hat das Tauziehen um den Neubau der Parkpalette Corneliusstraße zwar lange gedauert. Aber mit dem Konzept, das Architekt Rüdiger Wilde vorgestern dem Bau- und Verkehrsausschuss präsentierte, ist das letzte Kapitel dieser Geschichte aufgeschlagen. Die Politiker sind einhellig zufrieden, Ende November dieses Jahres soll eine neue Parkpalette fertig sein.

Die Schnelligkeit, mit der das Projekt jetzt durchgezogen werden soll, nannte Wilde „einen sehr ambitionierten Zeitplan“. Immerhin habe der gesamte Bereich zwischen Cornelius-, Kerksig-, Hoch- und Hermannstraße „städtebaulich überarbeitet“ werden müssen. Herausgekommen ist eine Lösung, die jetzt noch mit Anwohnern abgestimmt werden muss. Auch mit dem Verein Altstadtparken, der auf der Parkpalette für seine Mitglieder genügend Stellflächen zu einem vernünftigen Preis fordert, wollen Vertreter der Stadtverwaltung nächste Woche sprechen, teilte ZGW-Chef Frank Kuschmirtz mit.

Die Zufahrten zu dem dreigeschossigen Bauwerk bleiben an der Cornelius- und der Hermannstraße erhalten. Mit 154 Stellplätzen hat Architekt Wilde acht Plätze mehr als auf der alten Palette geplant: 54 unten und jeweils 50 in der Mitte und oben.

Ganz neu ist der Gedanke, die Anwohner der Hochstraße auf der Rückseite der Häuser mit eigenen Parkplätzen zu versorgen. Die Pläne sehen einen Fußweg und Stellflächen in einem teils begrünten Areal vor. Die Betonrampen könnten somit abgerissen werden. Doch gab Rüdiger Wilde zu bedenken, dass die Anlieger und Hauseigentümer mit dieser Idee einverstanden sein müssen. „Ansonsten begrünen wir es komplett – und fertig!“

Das laut Gordan Dudas (SPD) „sehr überzeugende Konzept“ ist allerdings durch Sparsamkeit geprägt. Optische Schnörkel, Kunst am Bau oder teures Dach mit Bepflanzung: Fehlanzeige. Schnell und billig soll es sein – und funktional. Die Ausschreibung für den Bau, mit einem vorherigen Teilnahmewettbewerb für Generalunternehmer, steht bevor. Das soll der Stadt sechs bis sieben Wochen Bauzeit ersparen.

Olaf Moos

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