Jugendhilfeausschuss berät über Kita Wettringhof und St. Hedwig

Neue Möglichkeiten für U3-Ausbau

Lüdenscheid - Mit der Erweiterung der städtischen Kita Wettringhof um eine dritte Gruppe und der Anmietung des Gebäudes der katholischen Kita St. Hedwig (Gevelndorf) möchte die Stadt Lüdenscheid weitere Plätze für U3-Kinder schaffen. In ihrer nächsten Sitzung am 27. Juni werden sich die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses mit einer entsprechenden Vorlage der Verwaltung beschäftigen.

Wie Fachbereichsleiter Matthias Reuver bereits angekündigt hatte, bieten sich die leer stehenden Räume des ehemaligen Kinder- und Jugendtreffs Wettringhof im Untergeschoss der Kita für eine Erweiterung um eine dritte Gruppe mit zehn U3-Kindern an. Jedoch seien bei der Vorplanung durch ein externes Büro gravierende Feuchtigkeitsschäden mit Schimmelbefall festgestellt worden. Diese sei auf eine schadhafte/mangelhafte Gebäudeabdichtung zurückzuführen. Ursprünglich war die Sanierung dieses Bereichs für 2018 in Planung, soll nun aber für die geplante U3-Gruppe vorgezogen werden. Laut Vorlage ergibt eine erste Grobeinschätzung einen Mehrbedarf an 360 000 Euro für investive Mittel und 242 000 Euro für konsumtive Mittel, wobei zur Einrichtung von Kitas auch Bundesmittel zur Verfügung gestellt werden.

Ebenfalls schon länger im Gespräch ist die Anmietung des Gebäudes der katholischen Kita St. Hedwig (Hüttenberg 5a). Um dieses jedoch weiterhin als Kita nutzen zu können, müsse es umfangreich saniert werden. Kostenpunkt: 680 000 Euro. Zum Hintergrund: Wie berichtet, hat der Kita-Zweckverband die Einstellung des Kita-Betriebs beschlossen, dieser soll zum 31. Juli 2018 auslaufen. Das Gebäude gehört der katholischen Kirchengemeinde St. Medardus und bietet Platz für drei Kita-Gruppen. Aufgrund eines Wasserschadens wird die Kita derzeit jedoch nur zweizügig genutzt. Vorstellbar wäre laut Vorlage ein „eigentümerähnliches Mietverhältnis“ über 15 Jahre mit Verlängerungsoption. Die Stadt zahlt die Unterhaltungskosten, aber keine Miete. Ein Träger für die Einrichtung soll gefunden werden. „Die geplante Vorgehensweise stellt vor allem für Eltern ein eindeutiges Signal zum Weiterbetrieb der Kita und eine erhebliche Planungssicherheit dar“, heißt es weiter.

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