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Neue Mehrfamilienhäuser im MK: Photovoltaik statt Gründächer

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Von: Thomas Machatzke

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Am Grünewald sollen die Wohnhäuser aus den Jahren 1930 und 1931 für einen Neubau weichen. Für die neuen Häuser favorisiert Architekt Dietmar Riecks Photovoltaik-Anlagen statt Gründächer.
Am Grünewald sollen die Wohnhäuser aus den Jahren 1930 und 1931 für einen Neubau weichen. Für die neuen Häuser favorisiert Architekt Dietmar Riecks Photovoltaik-Anlagen statt Gründächer. © Cornelius Popovici

Wenn etwas Neues entstehen soll, dann gibt es immer die Frage, wie man es denn am besten angeht. Am Grünewald wird schon bald eine Häuserzeile der Lüdenscheider Wohnstätten AG (Lüwo) weichen.

Lüdenscheid - Die 16 Häuser sind aus den Baujahren 1930 und 1931. Gut 4500 Quadratmeter Grundfläche, 73 Wohnungen.

Wenn hier nun die alten Bauten gehen, dann sollen dafür neue Häuser mit modernen Wohnungen entstehen, die vor allem auch energetisch den Anforderungen der Zeit entsprechen sollen. Das Büro Banz + Riecks Architekten BDA aus Bochum steht für energetisch und betriebswirtschaftlich überzeugende Architekturlösungen – und hat sich Gedanken über den Lüdenscheider Grünewald gemacht. Gedanken, die die Architekten am Mittwoch im Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz erläuterten.

Energieverbrauch, Energiegewinnung

Die Frage, die sich danach stellt, ist folgende: Sind begrünte Dächer am Grünewald tatsächlich das Ziel? Oder sollen es auf den Dächern dann doch eher Photovoltaik-Anlagen sein? Für Dietmar Riecks ist die Frage klar zu beantworten. Er möchte den neuen Wohnblock gerne mit Photovoltaik-Anlagen ausstatten, um so am Ende klimaoptimierte Gebäude zu präsentieren. Der Arnsberger, der inzwischen mit seiner Ehefrau Elke Banz das Büro in Bochum betreibt, stellt schon länger den Energieverbrauch von Gebäuden der Energiegewinnung gegenüber – schon in einer Zeit, in der dieses Thema noch nicht so angesagt war wie heute. Im Idealfall gelingt es, eine Nullemission hinzubekommen. Er hatte als Beispiel die neue Feuerwehrwache an der Hattinger Straße in Bochum mitgebracht. „Ziel muss sein: Zero Emission“, stellte Dietmar Riecks fest.

Nun generiert eine solche Anlage auf dem Dach zwar Energie, doch was sie nicht vermag: Sie gibt Insekten und anderen Lebewesen keinen Lebensraum. SPD-Ratsfrau Heidi Skorupa wünschte sich deshalb ein Gesamtkonzept, wie dieses Minus an anderer Stelle der Planung aufgefangen werden könne. Das ist in der Tat auch geplant. Dort, wo aktuell noch eine zusammenhängende Häuserzeile steht, sollen in Zukunft zwischen den einzelnen Häusern Zwischenräume entstehen, in denen Grünflächen angesiedelt werden sollen. Mit den vorgestellten Ideen freundeten sich die Mitglieder des Ausschusses durchaus an. Da der Klimaschutzpakt mit der Dachbegrünung nur eine Handlungsempfehlung gibt, aber keine klaren Vorgaben macht, steht einem modernen Photovoltaik-Wohnblock der Lüwo am Grünewald eigentlich nichts entgegen.

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