Neue Aldi-Filiale: Letzter Kraftakt vor der Eröffnung

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Mit einem Faltkran werden zwei Klimageräte hinter den Aldi-Neubau an der Altenaer Straße gehoben.

Lüdenscheid - Wenige Wochen vor der Eröffnung der neuen Aldi-Filiale an der Altenaer Straße rollte ein riesiger Kran zur Baustelle und hievte eine kombinierte Klima- und Heizungsanlage hinter das Gebäude.

Die neue Aldi-Filiale an der Altenaer Straße ist fast fertig. Für den 25. November ist die Eröffnung geplant. 

Der Discounter-Konzern verwirklicht auch hier das neue Filialkonzept – und erweitert die Fläche des Ladens auf 1200 Quadratmeter. Künftig werden sich 20 statt 16 Beschäftigte um das Wohl der Kundschaft kümmern. 96 Stellplätze stehen auf dem Parkplatz zur Verfügung. Das bestätigt Unternehmenssprecher Dr. Axel vom Schemm. 

Ideale Bedingungen an der Baustelle

Einer der letzten großen Kraftakte vor dem Feinschliff im Inneren des Supermarkts ist die Platzierung einer kombinierten Klima- und Heizungsanlage. Lieferanten und die Kranführer fanden am Donnerstag an der Aldi-Baustelle an der Altenaer Straße ideale Bedingungen vor. 

Es war trocken, nicht zu kalt und nicht zu warm. Die Beteiligten wunderten sich nur über den trotz der späten Stunde regen Autoverkehr. Gestört hat es die Aktion nicht. 

Planmäßig rollte gegen 22 Uhr der große Kran des Lüdenscheider Traditionsunternehmens Schiwek vor dem Aldi-Neubau vor, der Lkw mit der Anlage war schon da. Der Aufbau des Turmkrans dauerte eine Weile, insbesondere die sorgfältige Ausbalancierung mithilfe der Stützen.

Kraneinsatz am Aldi-Neubau an der Altenaer Straße

Nachdem sich die Elemente quasi „entfaltet“ hatten, zeigte sich: Es handelte sich nicht um einen Teleskopkran, sondern um eine Konstruktion, die einem typischen Baukran sehr ähnlich ist. Allerdings mobil und schnell aufgebaut. 

Und dabei nicht einmal leistungsschwächer als die konventionellen Modelle: „Die können am äußersten Punkt des Auslegers teilweise nur 200 Kilo heben“, erklärt Nicolai Schiwek, der in vierter Generation des Familienbetriebs die Geschäfte führt. 

Sein Kran hingegen schafft 1,8 Tonnen an der maximalen Auslage von 36 Metern. Doch selbst dieser Wert hätte für die Last bei dieser Aktion nicht gereicht: Das schwerere der beiden Teile wiegt laut Typenschild zwei Tonnen. 

Zwei Tonnen auf dem Flug zu ihrem Platz

Allerdings brauchte die maximale Auslage des Krans nicht genutzt zu werden, lediglich etwa 25 Meter. Und an dieser Stelle liegt das Maximum sogar bei acht Tonnen. Also sprichwörtlich „alles im grünen Bereich“. 

Nachdem der Kran in Position war, ging es zügig. Das erste Element hing schnell am Haken, allerdings mussten noch Beine an die Lüftereinheit montiert werden. Im nächsten Schritt wurde die Last dann auf die soeben angeschraubten Füße gestellt. 

Mit der zweiten Komponente ging es noch schneller, die stand kurz vor Mitternacht nach einem reibungslosen „Flug“ an ihrer Zielposition. Für die Monteure des Hildener Lieferanten war der Job damit vorläufig erledigt. Allerdings stand ihnen noch die Rückfahrt bevor. 

Nicolas Schiwek und sein Mitarbeiter Christoph Martin hatten mit dem Abbau des Krans etwas mehr zu tun, dafür sind sie nach ihrem „Heimspiel“ schnell wieder zuhause. 

"Routine ist sowieso gefährlich"

Auch wenn an diesem Abend offensichtlich alles unproblematisch funktionierte: Routine gibt es für einen Kranführer nicht, erklärt Schiwek. „Jede Situation ist anders. Routine als solche ist sowieso gefährlich, da sie zur Nachlässigkeit verleitet.“ 

Doch von Anspannung war nichts zu spüren, und der Supermarkt-Neubau ist seiner Fertigstellung einen Schritt nähergekommen.

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