Neue LN-Serie: „Sicher ist sicher“

LÜDENSCHEID - Das Thema Sicherheit begleitet uns tagtäglich durch den Alltag. Jeder weiß ein bisschen, doch niemand weiß alles. Die LN wollen helfen.

Von Maike Förster

Isst man ihn nun, den so lecker aussehenden Pilz, den man im Wald gefunden hat? Oder wirft man ihn doch lieber in den Abfall, weil man sich nicht hundertprozentig sicher ist, dass der Pilz zu den essbaren und damit unbedenklichen Arten gehört? Holt man eine Leiter, um die Spinnweben an der Zimmerdecke zu entfernen oder nimmt man der Einfachheit halber kurz den Küchenhocker? Spart man Geld und verzichtet auf die Reiserücktrittskostenversicherung oder geht man kein Risiko ein und schließt einen Vertrag ab? Wählt man jede Woche ein neues Passwort für das Online-Banking-Konto oder belässt man es über Jahre beim Namen des Lieblingstiers?

All dies sind Fragen, die deutlich machen, wie vielschichtig das Thema Sicherheit ist – und dass es uns im Alltag ständig und in jedem Lebensbereich begegnet. Grund genug also, sich umfassend mit dem Thema zu beschäftigen.

Ein Jahr lang werden die Lüdenscheider Nachrichten wichtige Informationen und Tipps sammeln und aufbereiten.

Unterteilt wird die Serie in vier große Themenblöcke:

1. „Daheim und unterwegs“

2. „Dem Ganoven keine Chance“

3. „Internet und Co.“

4. „Bleiben Sie gesund!“

Heute geht's los:

Folge 1: Gesund und sicher reisen

Schon bei der Wahl des Urlaubsziels fängt es an. Die Frage nach der Sicherheit stellt sich gleich in mehrerer Hinsicht.

Das Ferienziel sollte gefahrlos zu bereisen sein. Ob es das ist, zeigt ein Blick auf die ständig aktualisierte Internetseite des Auswärtigen Amtes (www.auswaertiges-amt.de). Unter der Rubrik „Aktuelle Reisewarnungen“ sind all die Länder aufgelistet, von deren Besuch dringend abzuraten ist. Zurzeit warnen die Experten des Auswärtigen Amtes zum Beispiel vor Reisen in den Nordosten der japanischen Insel Honshu – das Kraftwerk Fukushima steht auf dieser Insel.

Bei Fernreisen ist außerdem im Vorhinein zu klären, ob Impfungen nötig sind oder schon vor Reiseantritt Medikamente eingenommen werden müssen, wie zum Beispiel bei der Malaria-Prophylaxe. Auch bei dieser Frage ist das Auswärtige Amt ein zuverlässiger Ratgeber. Unter der Rubrik „Reise- und Sicherheitshinweise Länder A-Z“ finden sich Hinweise auf dringend empfohlene Impfungen und Vorsorgemaßnahmen. Umfangreicheres Informationsmaterial bietet das Auswärtige Amt dann zu einzelnen Krankheitsbildern unter „Reisen und Gesundheit – Merkblätter“ an.

Ein kleines Einmaleins der Reisesicherheit wird unter dem Titel „Reisemedizinische Vorsorge“ bereitgehalten: Hygieneregeln, Wichtiges zum Thema Durchfallerkrankungen, Schutz gegen Infektionskrankheiten wie HIV und natürlich eine Checkliste für die richtige Zusammenstellung der Reiseapotheke.Wichtig: Vorrang bei der Reiseapotheke haben natürlich immer die Medikamente, die ohnehin regelmäßig eingenommen werden müssen wie zum Beispiel Blutverdünner oder Herz-Kreislauf-Präparate. Ein ausreichender Vorrat für die Urlaubszeit sollte mitgeführt werden – das Medikament im Ausland zu beschaffen kann unter Umständen langwierig bis unmöglich sein.

Geht es mit dem Flugzeug in den Urlaub, gilt es zu klären, wie wichtige Medikamente transportiert werden müssen. Diabetiker zum Beispiel sollten ein Schreiben ihres Arztes mit sich führen, das erklärt, warum sie Spritzbestecke mit sich führen und was sich in den Ampullen befindet. So kann man sich unangenehme Fragen und weitere Probleme bei der Abfertigung ersparen.

Unerlässlich ist auch die richtige Reise-Krankenversicherung. Genaue Informationen dazu erhält jeder Versicherte bei seiner Krankenkasse. Doch gibt es auch noch weitere Versicherungen, die abgeschlossen werden können. Ob dies allerdings sinnvoll ist, ist in manchen Fällen ganz individuell zu klären. Erste Informationen und Entscheidungshilfen gibt der Bund der Versicherten auf seiner Homepage www.bundderversicherten.de. Unter der Rubrik „Versicherungs-Info - Reisen“ finden sich Hinweise, ob der Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung, eines Schutzbriefs und einer Gepäckversicherung wirklich sinnvoll ist.Denn: Oft haften die Versicherungen nicht in dem vom Urlauber angenommenen Umfang. Dies gilt vielfach bei Gepäckversicherungen. Aufklärung und Information sind die Garanten für ein sicheres und auch geldbeutelschonendes Reisen.

Eine weitere wichtige Informationsquelle zum Thema „Sicheres Reisen“ ist das Buch „Schutz vor Gewalt und Kriminalität unterwegs“ von Matthias Faermann. Auf 160 Seiten erklärt Faermann, wie man sich als Tourist sicher im Ausland bewegt. Dabei handelt er Themen wie Diebstahl und Betrug genauso ab wie die Geiselnahme und oder die rechtlichen Fragen zu Notwehr und Selbstverteidigung.

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