Überlegungen im Rathaus

Neue Ideen für Umzüge: Verkehrswacht zum Loh

Auf den Platz an de Schützenhalle soll der Übungsplatz der Verkehrswacht umziehen.

LÜDENSCHEID ▪ Neben der strittigen Frage, welche Einrichtungen die Albert-Schweitzer-Hauptschule künftig beherbergen soll, sind im Rathaus weitere Überlegungen zu Umzügen von Vereinen und Einrichtungen in vollem Gang.

So könnte die Verkehrswacht, die samt Verkehrsübungsplatz ihr Domizil in der alten Kluser Schule verlassen muss, das Training künftig auf dem Schützenplatz Loh anbieten. Und in der leer stehenden Hermann-Gmeiner-Schule könnte es weitere Kita-Plätze für Kinder unter 3 Jahren geben.

„Bevor wir wieder für Anmietungen oder Käufe Geld ausgeben, wäre auch das eine Option“, erklärte Stadtkämmerer Karl Heinz Blasweiler auf LN-Anfrage. Die Idee sei aufgekommen, nachdem Verhandlungen mit einer interessierten Privatschule aus einer Nachbarstadt wegen unterschiedlicher Preisvorstellungen geplatzt waren.

Dass die Gmeiner-Schule für viele Eltern weit ab läge, ist für Blasweiler kein Ausschlusskriterium: „Kita-Kinder werden, gerade wenn sie noch sehr jung sind, in aller Regel von Eltern oder Großeltern gebracht und abgeholt.“ Zudem hätten auch Grundschüler die Wege über viele Jahre absolviert, ohne dass Kritik laut worden wäre.

Allerdings betonte der Kämmerer, dass es sich nur um Überlegungen handelt. Für die bis August noch fehlenden 150 Kita-Plätze sollen vorerst fünf Standorte für neue U3-Gruppen geprüft werden: das Eckhaus an der Brüderstraße, die Kluser Schule, ein Neubau am Jahnplatz, die Awo am Duisbergweg und das städtische Gebäude an der Freiherr-vom-Stein-Straße.

Auch die Verkehrswacht hat den Loh bislang nur als Vorschlag der Verwaltung erhalten. Weil die alte Kluser Schule mehrere U3-Gruppen aufnehmen könnte, müsste der Verein dort nach mehr als 30 Jahren weichen. An der Kluse verfügt die Verkehrswacht allerdings auch über einen Seminarraum, und zum großen Übungsplatz kommen dort Unterstell-Möglichkeiten für ihre Zweiräder. Zunächst war als Ausweichmöglichkeit die Friedensschule genannt worden. Hierzu hatte die Verkehrswacht in einer ersten Reaktion aber Bedenken geäußert. Denn diese Schule stehe, anders als die Kluse, noch im vollen Betrieb.

Inzwischen ist offenbar eine Trennung von Seminarraum und Übungsplatz in den Mittelpunkt der Überlegungen gerückt. Für die Unterrichte sieht die Stadt, die im Telekom-Gebäude, im Kulturhaus oder im Haus der Vereine am Sauerfeld Räume zur Verfügung stellen könnte, kein Problem. Der Verkehrsplatz, so der jüngste Vorschlag an den Verein, könne am Loh an Stelle der aufgegebenen Eisbahn neu entstehen. Die notwendige Größe und Asphaltierung wären dort gegeben.

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