Neue Gestaltungsfibel für Altstadt kommt gut an

Rund 60 Hauseigentümer und Bewohner der Altstadt informierten sich am Dienstagabend über die geplante neue Gestaltungssatzung für die Altstadt

LÜDENSCHEID ▪ Lüdenscheid hat ein Pfund, mit dem es wuchern kann – die historische Altstadt mit ihren beeindruckenden Fassaden und engen Gassen sowie der Fußgängerzone.

Wer den Blick einmal nach oben richtet beim Gang durch die Stadt, der erkennt dies sehr schnell. Planungsamtsleiter Martin Bärwolf nennt die Altstadt einen wertvollen Schatz, den es zu bewahren gelte und der künftig noch mehr zum Leben erweckt und herausgehoben werden muss. Eine neue Gestaltungssatzung soll, wie berichtet, dafür sorgen. Gemeinsam mit Dagmar Bäumer stellte Bärwolf am Dienstagabend im Bürgerfoyer des Rathauses die Gestaltungsfibel vor. Das Interesse war groß. Rund 60 Hauseigentümer und Bewohner der Altstadt waren gekommen, um sich ein Bild von den Vorstellungen der Stadtplaner zu machen. Einerseits bietet die Satzung mehr Freiheiten, wenn es zum Beispiel darum geht, Balkone oder Anbauten im rückwärtigen Teil der Altstadthäuser anzubringen. Andererseits strebt sie auch ein naturfarbenes Gesamtbild beim Fassadenanstrich an oder den Erhalt von Holztüren und die Hervorhebung der Fenster. „Die Fenster sind die Augen eines Gebäudes“, beschrieb Dagmar Bäumer ihre Bedeutung. Die Erdgeschosse sind zum Teil durch Werbung und Geschäftseingänge verbaut und sollen künftig den Obergeschossen angeglichen werden. Die Architektur des Tages soll durch Beleuchtung auch in der Nacht hervorgehoben werden. Grundsätzliche Kritik an der Fibel, deren Verabschiedung durch den Rat noch vor der Sommerpause erfolgen soll, gab es nicht. Martin Bärwolf betonte, die Stadt wolle niemanden gängeln und appellierte an alle, die es angeht, sich aus Überzeugung daran zu halten. „Eine Gestaltungssatzung bringt nichts, wenn sich die Nutzer nicht damit identifizieren. Wir stehen jederzeit als Berater zur Verfügung.“ Geduld sei gefragt, denn erst wenn es zu Umnutzungen komme, greife die neue Satzung. Nach der Sommerpause werde die Stadt zudem ein Handlungskonzept für die Altstadt vorstellen.

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