Neue Feuerwehr-Drehleiter hat einen Knick

Mit einer Knickleiter ausgestattet ist das künftige Einsatzfahrzeug der Feuerwehr Lüdenscheid – hier das baugleiche Exemplar aus Schifferstadt.

LÜDENSCHEID ▪ Einen ungewöhnlichen Anblick bietet die künftige Drehleiter der Feuer- und Rettungswache Lüdenscheid: Erstmals erhält die Wehr ein Fahrzeug mit Knickarm. Diese Konstruktion der Leiter soll gerade in engen Straßen das „Vorbeischießen“ des Korbes am Zielpunkt des Gebäudes verhindern und das Übersteigen auf Dächer über Steckleitern überflüssig machen.

„Solche Fahrzeuge werden immer häufiger bestellt“, weiß Lüdenscheids Feuerwehrchef Martin Walter. Die neue Drehleiter, die in Lüdenscheid Menschenleben retten soll, ist wie berichtet ein Vorführfahrzeug aus Ulm, das nach heutigem Stand im November am Dukatenweg eintreffen wird. Der Kauf ist nach der jüngst erfolgten Zustimmung des Stadtrates, der dafür Mittel in Höhe von 615 000 Euro freigab, jetzt in trockenen Tüchern, wie Martin Walter bestätigte.

Derzeit befindet sich die Lüdenscheider Leiter in Ulm und ist noch im Aufbau. Sollte sie im November kommen, seien laut Walter noch Einweisungen zu absolvieren.

Das Fahrzeug sei baugleich mit dem, das die Feuerwehr Schifferstadt kürzlich anschaffte. Von den Abbildungen der Leiter aus der 20 000-Einwohner-Stadt im Rhein-Pfalz-Kreis werde sich das Lüdenscheider Exemplar „nur dadurch unterscheiden, dass unsere weiße statt gelber Aufkleber tragen wird“, schmunzelte der Feuerwehrchef.

Hersteller der Drehleiter ist in beiden Fällen die Firma Magirus, das Fahrgestell ist von Mercedes-Benz (Atego 15/29 Bluetec). Die Leiter hat ein Nennrettungshöhe von 23 Metern bei zwölf Metern Ausladung, Das Gelenkteil, das bei geneigten Dächern auch als zusätzliche Abstiegshilfe dienen kann, ist 3,50 Meter lang und weist einen Neigungswinkel von 75 Grad auf.

Der Rettungskorb trägt bis zu 270 Kilogramm. Das neue, zehn Meter lange und 3,19 Meter hohe Fahrzeug trägt eine Bezeichnung, die nur Eingeweihten etwas sagen dürfte: DLA (K) 23-12 GL-T CS. Das Ganze wiegt 15 Tonnen, und der Motor hat 286 PS und ein Automatikgetriebe.

Ursprünglich sollte das neue Prunkstück der Feuerwehr Lüdenscheid noch 135 000 Euro mehr kosten, und die Anschaffung war erst im nächsten Jahr vorgesehen. Dann aber wurde das begehrte Vorführfahrzeug in Ulm frei, die Bergstädter wollten rasch zuschlagen, und die Politik spielte mit. Walter: „Am Tag nach der Ratsentscheidung erging der Auftrag.“

Die aktuelle Drehleiter der Feuer- und Rettungswache soll der Löschzug Brügge erhalten, dessen heutiges Fahrzeug verkauft wird. Der Erlös fließt in die Stadtk

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