Ab heute

Neue Corona-Regeln im MK: Sonderregelungen für ungeimpfte Schüler in den Ferien

Eine Frau streift ihre FFP2-Maske ab.
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Eine Frau streift ihre FFP2-Maske ab (Symbolbild)

Mit der neuen Coronaschutzverordnung für NRW treten am 1. Oktober auch im Märkischen Kreis neue Corona-Regeln in Kraft. Die wichtigsten: Es gibt Lockerungen bei der Maskenpflicht, im Stadion und (fast) eine Rückkehr zur Normalität in der Gastronomie.

Die Sieben-Tage-Inzidenz im Märkischen Kreis ist weiter rückläufig. Am Freitag wurde sie mit 52,1 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in einer Woche angegeben (Freitag vor einer Woche 69,0). Da die Impfquote weiter leicht steigt, wird die Corona-Lage in NRW, aber auch im Märkischen Kreis als entspannt bezeichnet. Zeit also für neue Lockerungen der Corona-Regeln, hat sich der Gesetzgeber - in diesem Fall das NRW-Gesundheitsministerium - gedacht. Die neue Coronaschutzverordnung gilt bis zum 29. Oktober.

Die Stadt Lüdenscheid hat die wichtigsten Änderungen in einer Pressemitteilung zusammengefasst. Demnach entfallen unter anderem die Maskenpflicht im Freien und die Abstandsregeln für Tische in der Innengastronomie.

  • Die Maskenpflicht im Freien entfällt generell. Das gilt beispielsweise für das Anstellen in Warteschlangen, aber auch bei Sport- und Kulturveranstaltungen unter freiem Himmel. Die Landesregierung empfiehlt das Tragen einer Maske aber immer dann, wenn der Mindestabstand von 1,50 Metern zu anderen Personen nicht eingehalten werden kann. In Innenräumen zum Beispiel beim Einkaufen oder beim Arztbesuch sowie im Öffentlichen Nahverkehr gilt grundsätzlich weiterhin eine Maskenpflicht.
  • Lockerungen für Gastronomie-Betriebe: Die Vorschrift, in Innenräumen für Trennwände oder Mindestabstände zwischen den Tischen zu sorgen, entfällt für Kneipen, Restaurants und Co. Auch hierfür spricht das Land NRW allerdings eine Empfehlung aus. Allerdings bleibt es dabei, dass Gäste beim Verlassen ihres festen Steh- oder Sitzplatzes eine medizinische Maske tragen müssen. In der Gastronomie gilt dagegen weiterhin die 3G-Regel, das heißt nur immunisierte (also genesene oder vollständig geimpfte Personen) oder negativ getestete Personen haben Zutritt zu den Innenräumen. In der Außengastronomie gilt keine 3G-Regeln. Am Ende haben die Gastronomen aber immer Hausrecht.
  • Ein Antigen-Schnelltest kann einen PCR-Test ersetzen. Letzteren mussten Menschen, die nicht vollständig geimpft oder genesen sind, bislang beim Besuch von Clubs, Discos und Tanzveranstaltungen (und auch für das gemeinsame Singen in Innenräumen) vorweisen. Der Schnelltest darf nicht älter als sechs Stunden sein und sollte von einer offiziellen Teststelle bescheinigt worden sein.
  • Bei Großveranstaltungen entfällt die Obergrenze von 25.000 Besuchern. Für Events in Innenräumen bedeutet das: Ist die Marke von 5000 Besuchern erreicht, dürfen noch 50 Prozent der übrigen Kapazität ausgelastet werden. Beispiel: Bietet eine Halle Platz für 10.000 Zuschauer, sind maximal 7500 Besucher erlaubt. Bei Veranstaltungen unter freiem Himmel dürfen bei mehr als 5000 Besuchern auch sämtliche Sitzplätze belegt werden. Allerdings gilt grundsätzlich die Pflicht zum Tragen einer Maske, sobald jemand seinen festen Steh- oder Sitzplatz verlässt.
  • Wichtig für Schülerinnen und Schüler: Durch die regelmäßigen Schultestungen reicht derzeit zum Nachweis der Testung der Schülerausweis oder eine Bescheinigung der Schule, um unter die 3G-Regel zu fallen. Das ändert sich aber in den NRW-Herbstferien (!) vom 11. bis 24. Oktober. Dann müssen sich nicht immunisierte Schüler selbst testen lassen, wenn sie Zugang in Bereiche mit 3G haben wollen. Wie berichtet, sollen die bisher kostenlosen Antigen-Schnelltests ab dem 11. Oktober kostenpflichtig sein. Es gibt allerdings eine Übergangsregelung für Kinder zwischen 12 und 17 Jahren. Für sie ist der Test noch bis Ende des Jahres kostenfrei. Für alle jüngeren Schüler unter 12 Jahren, die sich noch nicht impfen lassen können, ist der Test sowieso kostenfrei. (Anmerkung: In einer früheren Version stand, dass Schüler ab 16 Jahren den Corona-Test ab 11. Oktober selbst bezahlen müssen. Das war eine Fehlinformation.)

„Die aktuellen Infektionszahlen und der Fortschritt bei den Impfungen ermöglichen uns weitere Schritte in Richtung Normalität“, begründet NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann in einer Pressemitteilung die neuerlichen Lockerungen. Gleichzeitig betont er, dass die Corona-Pandemie nach wie vor anhalte. Deswegen müssten die Bürgerinnen und Bürger „mit den wiedergewonnenen Freiheiten nach wie vor verantwortungsvoll umgehen“.

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