Weil die Inzidenz in NRW zu hoch ist

Diese Corona-Regeln gelten jetzt im MK: Was nicht mehr erlaubt ist

maskenpflicht stadt
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Die Stadt will noch einmal neue Maskenpflicht-Schilder aufhängen.

Die Corona-Regeln wurden auch im Märkischen Kreis wieder verschärft. Dabei ist der MK selbst noch gar nicht über die kritische Inzidenz-Grenze gerutscht. Was seit dem 26. Juli gilt.

Lüdenscheid – Neue Corona-Regeln: Im Märkischen Kreis liegt die Sieben-Tage-Inzidenz seit dem 1. Juli dauerhaft unter dem Wert von 10. Mit der neu eingeführten Inzidenzstufe 0 konnten sich die Menschen in Lüdenscheid ab dem 9. Juli über die Rückkehr zu weitgehender Normalität freuen. Zweieinhalb Wochen später gibt es wieder erste kleine Einschränkungen vor Ort – diesmal liegt es aber nicht an der Corona-Lage im Märkischen Kreis.

Schuld sind die Werte in Nordrhein-Westfalen. Landesweit überschritt die Sieben-Tages-Inzidenz am Samstag, 24. Juli, den achten Tag in Folge die Grenze von 10. Ab Montag, 26. Juli, müssen nun im Märkischen Kreis und damit auch in Lüdenscheid einige Lockerungen zurückgenommen werden. Die Stadt Lüdenscheid hat die ab Montag (26.Juli) geltenden Änderungen noch einmal zusammengefasst. So viel vorab: Die meisten Bürger müssen sich nur wenig umstellen. Vieles bleibt erlaubt – gerade auch in der Gastronomie.

Maskenpflicht drinnen! Im Innenbereich besteht nun wieder die Pflicht zum Tragen einer Maske. Dazu gehören der Einzelhandel, Bus und Bahn beziehungsweise Taxis sowie Arztpraxen und ähnliche Einrichtungen. Nun muss auch in anderen Innenräumen, beispielsweise in Bildungseinrichtungen, Museen, Kinos, beim Friseur oder im Gottesdienst wieder eine Maske getragen werden. Zuletzt galt diese Pflicht nur noch für Einrichtungen, die auch von nichtimmunisierten Personen genutzt werden müssen. Allerdings kannten viele Bürger diese Regel nicht und zogen in den Innenbereichen ohnehin die Maske auf. Zudem machten viele Einrichtungen von ihrem Hausrecht Gebrauch und verlangten einen Mund-Nase-Schutz.

Corona-Regeln in der Gastronomie: Auch nach dem 26. Juli gilt: Die Innen-und Außengastronomie darf weiterhin ohne Negativtestnachweis genutzt werden. Allerdings müssen Kunden nun wieder ihre Kontaktdaten hinterlassen, um die einfache Rückverfolgbarkeit sicherzustellen, zum Beispiel über die Luca-App und mit einem Kontaktformular. Die Maskenpflicht entfällt nur noch am Platz. Zwischen den Tischen muss der Mindestabstand von 1,50 Metern eingehalten werden oder eine bauliche Abtrennung vorhanden sein. Gastronomen müssen ihren Gästen einen festen Sitzplatz zuweisen. In der Innengastronomie ist außerdem ein dauerhaftes oder mindestens regelmäßiges Lüften vorgeschrieben.

Das Personal in der Gastronomie ist verpflichtet, mindestens zweimal in der Woche einen Negativtestnachweis vorzulegen. Mitarbeiter, die mit Kunden in Kontakt kommen, müssen eine medizinische Maske tragen. Auf die Maske dürfen Beschäftigte nur verzichten, wenn ein Negativtestnachweis vorliegt. Der Nachweis über eine vollständige Immunisierung ist dem Testnachweis gleichgesetzt.

Corona-Regeln im Einzelhandel: Für den Einzelhandel greift wieder eine Personenbegrenzung: Pro 10 Quadratmeter Verkaufsfläche darf ein Kunde ins Geschäft. Viele Händler kehren daher dazu zurück, dass Kunden einen Einkaufskorb oder einen Einkaufswagen nehmen müssen.

Corona-Regeln beim Friseur und bei anderen körpernahen Dienstleistungen: Beim Friseur müssen Kunden nach Angaben der Stadt Lüdenscheid nun wieder eine medizinische Maske tragen. Das gilt auch für alle anderen körpernahen Dienstleistungen wie zum Beispiel Massagen.

Corona-Regeln in Discos, Clubs und bei Volksfesten: Der Betrieb von Clubs, Diskotheken und ähnlichen Einrichtungen ist nach Auskunft der Stadt Lüdenscheid vor dem 27. August im Innenbereich unzulässig. Demnach müsste die Disco Saitensprung nach zwei geöffneten Wochenende wieder schließen. Ausnahmen gelten für Discos im Freien: Hier dürfen maximal 250 Personen eingelassen werden. Besucher benötigen einen negativen Test oder den Nachweis über eine vollständige Impfung oder Genesung. Außerdem muss durch Aufnahme der Kontaktdaten die Rückverfolgbarkeit sichergestellt werden. Nach Angaben der Stadt Lüdenscheid sind Volksfeste, Kirmesveranstaltungen, Stadtfeste, Schützenfeste und ähnliche Veranstaltungen nach zwei Wochen, in denen sie möglich waren, wieder verboten. Sollte der Inzidenzwert in NRW nicht wieder unter 10 sinken, bleiben Volksfeste bis zum 27. August unzulässig. Wie es danach weitergeht, hängt von der neuen Coronaschutzverordnung ab.

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