Neue Brücke im MK entsteht über Nacht - und zwar so

Schon seit Januar dieses Jahres gibt es die alte Fußgängerbrücke über die Bahngleise am Fuß der Friesenstraße nicht mehr.

Lüdenscheid - Der Neubau der Fußgängerbrücke „Am Kattendiek“ steht kurz vor der Fertigstellung: In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, 22./23. Juli, wird ein Kran die Konstruktion aus Edelstahl auf die bereits vorhandenen Stützpfeiler heben.

In der ersten August-Hälfte soll das Bauwerk freigegeben werden. Im April 2018 sperrte der Stadtreinigungs- Transport- und Baubetrieb Lüdenscheid (STL) die Brücke. Der Grund: Das Holzgeländer und die Holzbohlen waren – unter anderem durch Pilzbefall und Fäulnis – derart stark beschädigt, dass eine Sanierung des Bauwerks nicht mehr infrage kam. 

Im Januar 2020 wurde das komplette Bauwerk von dem Bauunternehmen IHT GmbH aus Bochum abgerissen – von ein paar Widerlagern abgesehen, die anschließend saniert wurden. Das Bauunternehmen übernimmt nun auch die Montage der neuen Stahlkonstruktion. 

In Kürze sollen der Wikinger Weg und Im Winkel wieder über eine Brücke, die über die Gleisanlage führt, miteinander verbunden sein. Zunächst liefert ein Tieflader Mittwochnacht ab 22 Uhr ein etwa 25 Meter langes und rund drei Meter breites Stahlgerüst am Wikinger Weg an. 

Dort wird auch der Fahrzeugkran parken und hebt von dort die neue Brücke, die rund sieben Tonnen wiegt, auf die erneuerten sowie die sanierten Widerlager. Für die Arbeiten wird die Straße halbseitig gesperrt, teilt die Stadt mit. 

In der Folge müssen noch einige Restarbeiten an der neuen Brücke vorgenommen werden. So sind für Donnerstag Vergussarbeiten geplant, und unter anderem müssen Versorgungsleitungen verlegt werden. Dabei handelt es sich um Stromkabel, die zwischen den Wohngebieten verlaufen und die aktuell über eine Behelfsbrücke verlaufen. 

Läuft alles nach Plan, sollen Passanten die neue Querung spätestens ab Mitte August nutzen können. Die Gesamtkosten für den Abriss der alten und den Bau der neuen Fußgängerbrücke belaufen sich nach Angaben des STL auf rund 400 000 Euro – rund 50 000 Euro für den Abriss der alten Brücke, weitere 50 000 Euro für die Planung und 300 000 Euro für den Neubau. 

Gebaut wurde die neue Brücke von der Firma Glück GmbH, einem Metallbauunternehmen aus Engen in Baden-Württemberg, das die Brücke auch anliefert. Die Planung und Koordinierung übernahm das Ingenieurbüro IBE GmbH aus Schwerte.

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