Gut aufgenommen beim Bautz

„Bier ist etwas sehr Emotionales“ - Lüdenscheider Brauhaus setzt auf andere Sorte

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Andreas Schulte, Lutz Borgolte, Bernd Meyer, Jessica Voigt und LSM-Geschäftsführer André Westermann (von links) wollen gemeinsam dem Brauhaus seine ursprüngliche Größe zurückgeben.

„Das Haus und der Platz sind schön. Eine Weiterentwicklung des Brauhauses kann nur förderlich sein für Lüdenscheid“, sagt André Westermann, Geschäftsführer der Lüdenscheider Stadtmarketing GmbH (LSM). Die Fußball-Europameisterschaft 2016 und die Übertragung der Spiele auf der Großleinwand im Rosengarten waren der Anfang einer Kooperation mit Brauhaus-Chef Bernd Meyer.

Lüdenscheid - Holprig zwar, aber zumindest die Einbindung des Brauhauses in das Fußball-Event habe geklappt, sodass auch 2018 Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft übertragen wurden. „Dabei ist die Sorte des Bieres, das ausgeschenkt wird, relevant für das Sponsoring einer Veranstaltung“, erläutert Westermann, warum die LSM eine neue Entwicklung im Brauhaus begrüßt. Kurz vor dem Shutdown für November hatte der Brauhaus-Chef entschieden, neben den bisher gezapften Biersorten auch jenes Bier auszuschenken, mit dem die LSM laut eigener Auskunft schon gute Erfahrungen gemacht hat. Krombacher Bier sei, so Westermann, auch beim Bautz-Festival und beim Stadtfest gut angenommen worden.

Ein unglücklicher Zeitpunkt zwar, denn nur wenige Tage später wurden corona-bedingt alle Zapfhähne der Stadt nach oben gedreht, aber in den Reihen des Stadtmarketings hofft man auf eine (Wieder-)Belebung des Hauses, wenn wieder ausgeschenkt werden darf.

Nach guten Erfahrungen beim Bautz: Neue Bier-Sorte soll Brauhaus in Lüdenscheid wieder Auftrieb geben

Das historische Gebäude wurde 1905 als Volksbadeanstalt erbaut. Nach grundlegender Renovierung und Umbauphase entstand am 1. November 1994 das Brauhaus Schillerbad mit angeschlossenem Hotel. Mit dem untergärigen, mild gehopften Vollbier „Medardusbräu“ fiel im November 1994 der Startschuss der Braugeschichte im Schillerbad. Am ersten Jahrestag kam dann das „Schwatte“, ein untergäriges Vollbier, dazu. Gemeinsam mit dem Medardus-Aroma-Pils, Weizenbier und diversen Saisonbieren wie dem „Osterbräu“, dem „Maibock“, dem Winter- oder Weihnachtsbier, zog man Bierliebhaber und Gäste aus Lüdenscheid und Umgebung an.

Mittlerweile wird im Brauhaus aber schon seit sechs Jahren nicht mehr selbst gebraut. Die Brauanlage ist abgebaut und verkauft. Die LSM will das Haus nun dabei unterstützen, an „alte Zeiten“ anzuknüpfen. Ausgeschenkt wird das Krombacher Pils im Steinkrug.

Auch die Brauerei sieht die Kooperation mit Freude: „Bier“, so Lutz Borgolte, Vertreter der Brauerei beim Ortstermin am Tresen, „ist etwas sehr Emotionales.“ Es gebe durchaus Leute, die gingen nicht in eine Gastwirtschaft, weil es dort nicht das Bier der eigenen Wahl gibt.

Welcher Gerstensaft letztendlich die Kehle hinab rinnt, „ist eine Philosophie“. Wobei natürlich auch Glas und Umgebung eine Rolle spielten. Umgebung hat Bernd Meyer reichlich in seinem Haus. „Für Lüdenscheid wäre es wichtig, wenn das Haus ein stückweit zu seiner alten Größe zurückkehren würde“, schließt André Westermann.

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