Neue Aspekte der Fotografie in der Galerie

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120 Rahmen wurden für die Fotografien aufgehängt.

Lüdenscheid - Mit 100 Teilnehmern haben sie mal angefangen, inzwischen sind es 350, zum Teil professionelle Fotografen, aber auch Studenten der Fotografie, die vor ihrem Abschluss stehen: Am Sonntag um 11.30 Uhr wird in der Städtischen Galerie einmal mehr die Ausstellung „geschossen + gedruckt“ eröffnet, ein „Kind“ des Hauses „seltmann printart“, das nun zum 6. Mal präsentiert wird.

Von Jutta Rudewig

„Wir sind sehr froh, dass wir das hier machen können“, sagt Frank Seltmann mit Blick auf die Ausstellung, die ab Sonntag neben dem Preisträger des Fotowettbewerbs auch mehr als 40 weitere Fotoserien derer zeigt, die mit „silber“ ausgezeichnet wurden. 3500 eingereichte Fotos galt es im Januar zu sichten und zu bewerten. Sie mussten eine Serie von mindestens drei Aufnahmen bilden und bislang unveröffentlicht sein. Werbefachleute und Kunstexperten bewerteten Innovation, aber auch, welche neuen Aspekte die Fotos bergen. Dabei herausgekommen ist wieder eine ausgesprochen sehenswerte Fotoausstellung, die bis zum 30. August in der Städtischen Galerie an der Sauerfelder Straße zu sehen ist. „Die Konzeption der Ausstellung ist mit viel Arbeit verbunden. Insgesamt hängen 120 Rahmen“, so Galerieleiterin Dr. Susanne Conzen bei der gestrigen Vorstellung. Für die Rahmen sei eigens ein Layout geschaffen worden. Dem Sieger des Wettbewerbs, dessen Name bis Sonntagmittag ein gut gehütetes Geheimnis bleibt, winkt die Erstellung eines Fotobuches im Hause Seltmann, dessen Inhalt der Künstler oder die Künstlerin selbst wählen kann. „In den letzten Jahren hat der Gewinner unseres Wettbewerbs immer Karriere gemacht und konnte mit einem solchen Fotoband punkten“, erinnert sich Seltmann noch gut an Michael Schnabel, der als erster Künstler den Seltmann-Wettbewerb gewann und heute ein gefragter Fotograf ist.

Die Kosten, die ein solcher Wettbewerb mit sich bringt, habe man nicht kalkuliert, so Seltmann weiter: „Wir würden wohl erschrecken.“ Dennoch schätzt der Firmenchef einen Betrag in fünfstelliger Höhe. Marketing sei dabei wichtig und die Reputation. Das Druckereigewerbe sei hart geworden, ergänzt sein Sohn Bernhard, und so verlege man sich auch auf die Produktion hochwertiger Fotobücher.

200 Gäste werden Sonntagmittag in der Galerie erwartet, wenn der Name des Preisträgers bekannt gegeben wird. Anreisen werden einige, wenn auch nicht alle Fotografen, die ihre Bilder in der Galerie ausgestellt haben. Manche mussten absagen, da sie beruflich-fotografisch eingespannt sind. Ab Sonntag ist auch ein umfangreicher Bildkatalog (15 Euro) zu haben, in dem man nachblättern und die Fotografien studieren kann. Einen solchen Katalog bekommen alle 350 Teilnehmer zugeschickt. Die Vernissage ist öffentlich, ein musikalischer Überraschungsgast wird erwartet. Öffentliche Führungen sind wieder geplant, jeweils sonntags ab 15 Uhr durch Dr. Carolin Krüger-Bahr und Dr. Susanne Conzen, und zwar am 22. Juni, 6. und 20. Juli sowie am 10. und 24. August. Die Lüdenscheider Schulen sind oder werden noch informiert. Ebenso wird ein museumspädagogisches Ferienprogramm aufgelegt, das neben einem Workshop rund um die Ausstellung auch einen Besuch in der Druckerei Seltmann einschließt.

Die Ausstellung selbst wird als zweite Station im nächsten Jahr in der Berliner C/O sein, darüberhinaus sind Ausstellungen in der Hamburger Galerie Flo Peters sowie in Gelsenkirchen geplant.

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