Noch kein Zeitplan für Raiffeisen-Markt

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Der Raiffeisenmarkt an der Worth.

Lüdenscheid - Mit der entsprechenden Änderung des Flächennutzungsplans im Bereich Worth haben Planungsausschuss und Rat weitere Weichen für den Neubau des Raiffeisen-Marktes gestellt.

Wann das große Projekt am östlichen Eingang der Stadt konkret wird, lässt Marius Scholten, Geschäftsführer der Raiffeisen-Südwestfalen eG, allerdings noch bewusst offen. „Noch ist kein einziger Bauantrag gestellt. Da wollen wir keine falschen Erwartungen wecken.“

Politisch dagegen besteht ein breiter Konsens zu dem Vorhaben, das die ungenutzte Industriebrache mit dem alten Gebäudebestand von ehemals Tropen-Schröder mit Leben füllen soll. „Und wir begrüßen es, dass es ein regionales Unternehmen ist, das sich hier engagiert“, sagt auch Lars Bursian, Fachdienstleiter für Stadtplanung im Rathaus.

Während zeitliche Abläufe noch unklar bleiben, ist aber planungsmäßig festgeschrieben, was an der Worth möglich sein soll, wenn nach rund 70 Jahren an diesem Standort der Raiffeisen-Markt neu entsteht.

Verkaufsfläche soll 1930 Quadratmeter betragen

Der Bebauungsplan sieht eine maximal zulässige Verkaufsfläche von 2000 Quadratmetern vor, tatsächlich geplant sind 1920. Im Kern geht es um Gartenmarktsortimente, dazu Blumen und Zooartikel, außerdem um Baumarktsortimente. Eingeschränkt wird das Angebot bei „zentrumsrelevanten“ Artikeln. Dazu zählen Bekleidung, Textilien, Schuhe, Spielwaren und ähnliches. Für diese Waren wird die Verkaufsfläche auf 200 Quadratmeter, beschränkt.

Der bestehende Raiffeisenmarkt in der Dönne, der ebenfalls zur Raiffeisen-Südwestfalen eG gehört und früher ebenso wie die Worth selbstständig war, bleibe erhalten, versichert Scholten. Der damalige Versorgungsauftrag habe sich auf die Versorgung der landwirtschaftlichen Betriebe erstreckt, wesentlich mit Futtermitteln. Das werde sich mit dem Neubau auch nicht ändern.

Verkehrsfluss soll verbessert werden

Änderungen an der Worth ergeben sich in geringem Umfang aber bei der Verkehrsführung. Die Stichstraße, die weiter den Raiffeisen- und den benachbarten Hit-Markt erschließt, soll im Einmündungsbereich trichterförmig aufgeweitet werden, um den Verkehrsfluss zu verbessern.

Ob Reste eines Gleiselements der früheren Kreis Altenaer Eisenbahn bei der Überbauung gerettet werden können, ist offen. „Von einer Erhaltungspflicht sieht die Stadt ab“, heißt es in der Vorlage. Das Interesse des Eigentümers an der Verwertung des Grundstücks sei hier höher zu gewichten. - flo

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