Neubau für die Wohnungslosenhilfe

Traude Rittinghaus, Leiterin der Wohnungslosenhilfe des Amalie-Sieveking-Hauses, in ihrem Büro an der Viktoriastraße. In zwei Jahren wird sie – wenn alles nach Plan läuft – in einen Neubau am Ramsberg ziehen.

LÜDENSCHEID ▪ Nachdem bereits für das Hospiz (Dietrich-Bonhoeffer-Altenzentrum), das Pflegeheim des Amalie-Sieveking-Hauses (Neubau an der Annabergstraße) neue Standorte gefunden worden sind, gilt dies jetzt auch für die Wohnungslosenhilfe.

Leiterin Traude Rittinghaus erklärte am Donnerstag, das Perthes-Werk habe als Träger jahrelang ein Objekt gesucht – entweder ein Haus oder ein Grundstück. Jetzt habe es grünes Licht für einen Neubau an der Straße Am Ramsberg gegeben: „Für zwölf Personen sollen in dem dreigeschossigen Gebäude abgetrennte kleine Appartements mit Zimmer, Küche und Bad entstehen. Außerdem werden Gemeinschaftsräume eingerichtet, im Erdgeschoss kommt das Büro unter.“

Schon seit 1937 ist die Wohnungslosenhilfe an der Viktoriastraße beheimatet. Seit 23 Jahren ist Traude Rittinghaus dort beschäftigt. In zwei Jahren – so die Planungen – soll der Neubau fertig sein und der Umzug erfolgen. Bis dahin soll aber schon eine wesentliche Änderung vorgenommen werden: „Im nächsten Jahr werden wir statt der Voll- eine Selbstverpflegung einführen. Es ist wichtig, dass die wohnungslosen Personen lernen zu kochen, bevor sie von den stationären in die dezentralen Wohnungen ziehen. Das gehört zum Hilfeplan im Rahmen der hauswirtschaftlichen Betreuung. Früher wurde das kurz vor dem Umzug gemacht, ab dem nächsten Jahr läuft das kontinuierlich.“

40 Personen – Männern und Frauen – bietet die Wohnungslosenhilfe Unterstützung. 20 stationäre und 20 dezentrale Wohnungen stehen zur Verfügung. Größere Wohnungen könnten auch von einer Wohngemeinschaft genutzt werden.

Wie hoch die Neubau-Kosten sind, konnte das Perthes-Werk gestern auf LN-Anfrage nicht beziffern. Das Haus werde von einem Investor gebaut, der die Pläne vorgelegt habe. Anschließend miete das Perthes-Werk das Gebäude. Traude Rittinghaus freut sich über die Entwicklung: „Hier ist doch alles sehr verwinkelt und in die Jahre gekommen.“

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