Frist endet am 15. August

Stadt sucht Bauunternehmer für Neubau der Musikschule

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So soll die neue Musikschule an der Ecke Staberger Straße/Hochstraße aussehen: Das Architekturbüro WW+ GmbH aus Trier war mit seinem Entwurf aus dem Architekturwettbewerb als Gewinner hervorgegangen.

Lüdenscheid – Nach mehreren Verzögerungen nimmt eines der größten Lüdenscheider Neubauprojekte – die neue Musikschule am Staberg – nun Fahrt auf. Diee Stadt Lüdenscheid einen Teil der Baumaßnahme inzwischen europaweit ausgeschrieben – trotz einer fehlender Baugenehmigung für das Gesamtprojekt.

Wie Stadtsprecher Sven Prillwitz auf Anfrage erklärte, habe das städtische Bauamt zunächst eine Teilgenehmigung für die Tiefbauarbeiten erteilt, um den Weg für die Ausschreibung freizumachen. Die Genehmigung erfasst neben den Tiefbauarbeiten auch die Erstellung des Rohbaus. 

„Die Hauptgenehmigung fehlt noch“, sagt Prillwitz. Darin werden auch Änderungen berücksichtigt, für die sich die Stadt erst im Laufe dieses Jahres entschieden hat – darunter die Zufahrten zu den Parkplätzen und die Neuregelung der „Hol- und Bringzone“ vor der Musikschule. Dafür muss unter anderem die Bushaltestelle „Geschwister-Scholl-Gymnasium“ verlegt werden. 

Ursprünglich sollten die Bauarbeiten für den Musikschulneubau im Frühjahr 2019 beginnen. Zuletzt hieß es, dass der Baustart im Herbst 2019 erfolge. Aber auch das ist nicht sicher. Laut Ausschreibung kann das Unternehmen, das den Zuschlag erhält, frühestens am 1. November 2019 loslegen. 

Ob man pünktlich startet, hänge aber von den Kapazitäten der Firma und auch vom Wetter ab, erklärte Stadtsprecher Sven Prillwitz. Noch im vergangenen Jahr war mit Verweis auf den Frost im Boden der Baubeginn zunächst ins Frühjahr verschoben worden. 

Wie aus den Ausschreibungsunterlagen hervorgeht, sollen die Arbeiten spätestens am 30. September 2020 beendet sein. In den maximal zehn Monaten Bauzeit soll das dreigeschossige Gebäude nach den Plänen des Trierer Architekten-Büros WW+ GmbH im Rohbau erstellt werden. 

Das nicht unterkellerte Gebäude, das auf dem Eckgrundstück Hochstraße/Staberger Straße entstehen soll, hat laut Ausschreibung einen Grundriss von 24 mal 30 Metern. Ein Zwischengeschoss mit circa 70 Quadratmetern wird an der westlichen Gebäudeecke eingeschoben. Das Gebäude wird in Massivbauweise mit Stahlbeton errichtet. Den oberen Abschluss bildet ein Flachdach aus Stahlbeton mit aufliegender Wärmedämmung. 

Bewerber müssen drei Referenzen ähnlicher Bauleistungen vorweisen, zudem den Nachweis einer Haftpflichtversicherung über mindestens 2 Millionen Euro für Personenschäden und 1 Millionen Euro für sonstige Schäden. Das Ausschreibungsverfahren wird vom Zentralen Vergabeservice der Stadt durchgeführt. Die Bewerbungsfrist endet am 15. August. Den Zuschlag erhält das preisgünstigste Angebot. 

Bislang geht die Stadt Lüdenscheid trotz Kostensteigerungen bei anderen Bauprojekten davon aus, dass die im Jahr 2017 veranschlagten Baukosten in Höhe von 6,65 Millionen Euro eingehalten werden. 

Der Musikschul-Neubau ist Teil des Integrierten Handlungskonzepts Altstadt (IHK) und wird zu 80 Prozent aus Landesmitteln finanziert. Einen Bewilligungsbescheid über 5,32 Millionen Euro hatte die Bezirksregierung Arnsberg im November 2018 überreicht. Die Stadt müsste demnach 1,33 Millionen Euro aus eigenen Mitteln beisteuern.

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