Warten am Staberg in Lüdenscheid

Baubeginn der neuen Musikschule verzögert sich erneut - das ist der Grund

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Der Parkplatz am Geschwister-Scholl-Gymnasium, auf dem die neue Musikschule entstehen soll.

Lüdenscheid - Der Neubau der Musikschule am Staberg ist ohnehin eines der umstritteneren Bauprojekte, das in den vergangenen Jahren in Lüdenscheid geplant wurde. Nun wird klar: Der Spatenstich verschiebt sich erneut. Erst im Herbst sollen die Bauarbeiten beginnen. Das sind die Gründe.

Der Neubau der Musikschule am Staberg ist wohl eines der umstritteneren Bauvorhaben, das in den letzten Jahren in Lüdenscheid geplant wurde. Inzwischen sind die Bäume auf dem Parkplatz am Geschwister-Scholl-Gymnasium gefällt worden – vorbereitend auf den Baustart.

Dieser war erst für das Frühjahr, später dann für den Frühsommer angesetzt. Nun ist klar: Der Spatenstich wird frühestens im Herbst stattfinden. Der Grund: Das Baugenehmigungsverfahren läuft noch.

Dabei hatte es im März 2018 noch geheißen, man könne mit dem Bau beginnen, „sobald der Frost aus dem Boden ist“. So jedenfalls teilte es die Projektleiterin Gudrun Abendrot damals mit. Heute weiß sie: „Es bedarf noch einiger Detailplanungen.“

Gemeint sind die Zufahrten zum Gelände der Musikschule und den Parkplätzen am Geschwister-Scholl-Gymnasium. Ursprünglich sei geplant gewesen, die Einfahrten separat zu bauen. Mittlerweile habe man sich aber dafür entschieden, die zwei Zufahrten zu einer zentralen zusammenzulegen.

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Und das bedürfe eben „noch einiger Planungsarbeiten“. Ein weiteres Problem sei die „Hol- und Bringzone“, die vor der Musikschule eingerichtet werden soll. Bevor die Zone erschlossen werden könne, müsse die Bushaltestelle „Geschwister-Scholl-Gymnasium“ weiter in Richtung der Fußgängerampel gegenüber dem DRK verlegt werden.

Auch der Gehweg sei von der Umbaumaßnahme betroffen. „Dabei handelt es sich um öffentliche Verkehrsflächen und die nötigen Genehmigungen für Umbaumaßnahmen können da durchaus einige Zeit in Anspruch nehmen“, sagt Stadtpressesprecher Sven Prillwitz.

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Erst wenn die endgültige Baugenehmigung vorliege, könnten die Baugewerke ausgeschrieben werden, erläutert Gudrun Abendrot. „Das Ausschreibungsverfahren ist derzeit in Vorbereitung.“

Außerdem müsse die Ausschreibung aufgrund des Volumens europaweit erfolgen, weshalb die Richtigkeit der Liste eine hohe Priorität habe. Diese könne man aber nicht gewährleisten, „solange die Nachplanungen noch laufen“.

Abendrot rechnet zurzeit nicht damit, dass durch die Verzögerung des Baubeginns die Kosten steigen. Insgesamt sind 6,65 Millionen Euro für den Neubau kalkuliert. 80 Prozent davon trägt das Land, die restlichen 20 die Stadt.

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