Die Grünen lehnen Vorhaben ab

Neubau VW-Autohaus Piepenstock: Nicht nur Zustimmung

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Auf dieser rund 20 000 Quadratmeter großen landwirtschaftlichen Fläche an der Heefelder beziehungsweise Oedenthaler Straße soll der Neubau des Autohauses entstehen.

Lüdenscheid - Die Vorstellung der Neubaupläne des VW Autohauses Piepenstock an der Einmündung Heedfelder Straße/Oedenthaler Straße wurden in der Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung und Umwelt überwiegend begrüßt. Doch es gab nicht nur Zustimmung.

Die Grünen lehnen sie ab, die Partei Die Linke ist skeptisch.

Michael Thomas-Lienkämper erklärte, er wolle nicht aus dem Bauch heraus eine Wertung vornehmen, sondern müsse noch in seiner Fraktion ein Meinungsbild einholen. Auf Facebook postete Die Linke: 

„Noch gibt es kein einheitliches Meinungsbild. Alternativflächen kamen bislang nicht zum Tragen. Piepenstock von Seiten der Stadt aber eine Brachfläche an der Talstraße in der Nähe des Saunadorfes anzubieten, die Biotopcharakter hat und vor Feuchtigkeit nur so strotzt, finden wir etwas frech.“

Geschäftsführer Dr. Michael Piepenstock hatte auf Vorschlag der Stadt mehrere Optionen geprüft, darunter die erwähnte an der Talstraße. In den Blick genommen hatte er auch die Rätherwiese, die aber aufgrund der Topograhie – eine 19-prozentige Steigung müsste ausgeglichen werden, um das Grundstück zu begradigen – nicht geeignet gewesen sei. 

Daneben war auch das Gartencenter Cordt nochmals geprüft worden. Aber dort blieb es dabei, dass der Eigentümer nicht verkaufen wollte. Der Rewe-Markt, ehemals Globus, an der Altenaer Straße kam nach Angaben Dr. Piepenstocks ebenfalls nicht in Frage, weil der Eigentümer auch nach dem Rückzug der Rewe-Gruppe dort wieder eine Lebensmittel-Filiale ansiedeln möchte. 

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So blieb zum Schluss der vorgestellte Standort gegenüber der McDonald’s-Filiale an der Oedenthaler Straße. Einfach wird die Erschließung nicht:

Über eine Terrassierung muss das Grundstück begradigt werden, betonte Architekt Dirk Niehsen von der Firma Habau aus Aachen, der das Bauprojekt erläuterte. Auch die Straße müsste verbreitert werden, um Platz für Anlieferungen durch Lkw zu schaffen. Zudem verläuft eine Hochspannungsleitung über dem Grundstück. Auch Wald muss gerodet werden, wofür im Verhältnis von 2:1 Ersatzpflanzungen erforderlich sind. 

Grünen-Fraktionschef Otto Bodenheimer kritisierte den Standort – „kein schöner Anblick, wenn man auf der Heedfelder Straße darauf zufährt“ –und bezeichnete das Vorgehen der Verwaltung als „befremdlich“. 

Bei einer Besprechung unter den Fraktionsvorsitzenden am 19. März sei lediglich eine Skizze von Hand zu Hand gegangen. Ein konkreter Plan habe nicht vorgelegen. In einem Sitzungsprotokoll sei transportiert worden, er habe das Vorhaben als Vertreter seiner Fraktion zustimmend zur Kenntnis genommen. Das stimme nicht. 

In der Fraktionssitzung habe man sich gegen das Vorhaben ausgesprochen. Daher habe er einen entsprechenden Kommentar zum Protokoll geschrieben.

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